Geschichte

Er polarisiert bis heute: Vor 200 Jahren starb Napoleon Bonaparte

Karl Christoph Slangen

Von Karl Christoph Slangen

Di, 04. Mai 2021 um 20:15 Uhr

Kultur

BZ-Plus Von Stolz, Scham und europäischem Erbe: Wie Napoleon auch 200 Jahre nach seinem Tod die Geister spaltet. Wie dem auch sei: Vieles aus seiner Regentschaft ist geblieben.

Napoleons Tod gedenken, ohne den Kaiser vorbehaltlos zu feiern – Frankreichs Präsident Emmanuel Macron versucht den politischen Spagat. Am 5. Mai, zum 200. Todestag, wird er einen Blumenstrauß am Grab des Korsen im Pariser Invalidendom niederlegen. Zuvor will er im "Institut de France" seine Vision von Napoleon darlegen. "Wir haben uns vom Schlechten des Kaiserreichs getrennt und das Beste des Kaisers verschönert", gibt ein Macron-Berater die präsidiale Linie vor.
Es ist ein schmaler Grat. Man hat Napoleon wiederholt den öffentlichen Prozess gemacht – als machthungrigem Eroberer, als Diktator, der mit einem Spitzelsystem regierte, zuletzt als Rassist. Geschichtsprofessoren warnten Macron gerade in einer Tribüne der Tageszeitung Le Monde, des "Totengräbers der Republik" zu gedenken, der die Sklaverei wieder eingeführt habe. Der Präsident riskiere damit eine Vertiefung der "Spaltungen" in der Gesellschaft.
Erste Massenimpfung gegen die Pocken
Mit ihrem "Empereur" verbindet die Franzosen eine Hassliebe, Stolz und Scham zugleich. 57,7 Prozent sprachen sich jüngst in einer repräsentativen Umfrage dafür aus, seinen 200. Todestag am 5. Mai "mit großem Pomp" zu begehen. Auch wenn man Napoleon-Statuen, nach ihm benannte Plätze oder Straßen kaum findet – sein Erbe wirkt in Frankreich und Europa ungebrochen fort.
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