Bundesliga

"Ernste Worte" beim SC Freiburg – jetzt geht’s nach Augsburg

René Kübler

Von René Kübler

Fr, 27. November 2020 um 18:56 Uhr

SC Freiburg

An die Selbstverantwortung seiner Spieler appelliert Christian Streich vor dem Match des SC Freiburg beim FC Augsburg: Die Aufarbeitung des 1:3 gegen Mainz fiel laut SC-Coach unschön aus.

Wenn Christian Streich in den vergangenen Jahren über Haltung und Grundeinstellung seiner Spieler gesprochen hat, dann kam das nahezu jedes Mal einem Lob gleich. Diesmal meinte es der Trainer des SC Freiburg anders. Die Aufarbeitung der 1:3-Niederlage zuletzt gegen den FSV Mainz sei für alle nicht schön gewesen, verriet Streich. "Wir hatten einige Spieler auf dem Platz, die nicht mit allem, was sie hatten, in die Zweikämpfe gegangen sind", kritisierte er deutlich: "Extrem naiv verteidigt, gravierendes Fehlverhalten mehrerer Spieler, nicht mit 100 Prozent im Sprint defensiv umgeschaltet" – so die weiteren Vorwürfe seitens des SC-Coachs an seine Mannschaft.

"Es sind ernste Worte gefallen." Christian Streich
Dass diese in den gut 90 Minuten gegen die Mainzer nur sechs Fouls verzeichnete, ist für Streich kein Grund, einen Fairplay-Preis zu vergeben, sondern eher ein Indiz dafür, dass es an der nötigen Aggressivität mangelte. Die Konsequenz: "Es sind ernste Worte gefallen."

Video: Christian Streich legt Liebesbekenntnis zu Maradona ab



Weitere Videos aus der Region finden Sie auf dem YouTube-Kanal der Badischen Zeitung

Das war auch nötig, denn der nächste Gegner ist der FC Augsburg – ein Team, das bekannt ist für seine intensive und durchaus robuste Art, Fußball zu spielen. Der FCA, so Streich, verfüge über eine starke Aggressivität. Deswegen gehe es in besonderem Maße um Selbstverantwortung, darum, dass jeder einzelne SC-Akteur in seinem Arbeitsbereich alles abrufe. Zum Beispiel müsse jeder mit allem, was er habe, ins Gegenpressing gehen.

In Sachen Aufstellung sind die Gedankenspiele des Trainerteams nicht abgeschlossen. Nach dem Mainz-Spiel sei alles in Frage gestellt und daher alles offen, betont Streich. Das System – ein 3-5-2 scheint möglich – ist in seinen Augen aber ebenso wenig entscheidend wie die Personalauswahl. "Wir versuchen, der Mannschaft das für sie Beste an die Hand zu geben", erklärt er: "Aber es geht nicht darum, wer auf dem Platz steht, sondern wie die einzelnen Spieler auf dem Platz stehen."

Mehr zum Thema: