Erst Schülerin, jetzt Rektorin

Horatio Gollin

Von Horatio Gollin

Do, 17. Oktober 2019

Rheinfelden

1968 wurde Sigrid Senger als Grundschülerin an der Hebelschule eingeschult, jetzt leitet sie diese.

RHEINFELDEN (goh). Nach zwei Jahren unter kommissarischer Leitung hat die Hebelschule wieder eine Rektorin. Sigrid Senger kommt aus dem Kollegium der Grundschule und ist mit der Schule schon seit Kindesbeinen verbunden. Zuvor leitete sie die Schule schon übergangsweise, nachdem Rektorin Gertraud Bantel 2017 in Ruhestand getreten war.

Die Grundschüler der Nollinger Hebelschule begrüßten ihre neue Rektorin Sigrid Senger gesanglich. Das 18-köpfige Kollegium stieg mit ein und verschiedene Lieder mischten sich zu einem Quodlibet. Mit dem Pop-Hit "Hoch" von Tim Bendzko gaben die Kinder noch ein Lied zum Besten, bevor sie die Halle verließen. Zur Einführung der Rektorin durch Schulrätin Regina Höfler vom Staatlichen Schulamt in Lörrach waren Vertreter der Stadtverwaltung, des Stadtteilbeirats, der Kirchen, der Rheinfelder Schulen, des Spielhauses Nollingen und der Elternschaft gekommen. Musikschulleiterin Bernward Braun und Musikschullehrerin Ursula Oberle begleiteten den Anlass musikalisch und zum Abschluss sang das Kollegium nochmals das Quodlibet.

"Für Sie schließt sich ein ganz besonderer Kreis", sagte Höfler an Senger gewandt. Die Schulrätin führte in ihrer Ansprache aus, dass die 1961 in Rheinfelden geborene Senger 1968 als Grundschülerin an der Hebelschule eingeschult wurde. 1981 hatte Senger am Rheinfelder Gymnasium Abitur gemacht. Nach dem Lehramtsstudium stand zunächst die Familie im Vordergrund und Senger trat ihre erste Stelle erst 1999 an der Hebelschule an, wo sie seither zum Kollegium gehört.

"51 Jahre später übernehmen Sie die Schulleitung", stellte Höfler fest. Nach dem die Rektorin Gertraud Bantel 2017 in Ruhestand getreten war, hatte sich Senger als kommissarische Schulleiterin eingebracht und sich schließlich erfolgreich im Bewerbungsverfahren um die Rektorenstelle durchsetzen können.

Höfler überreichte Bantel die Ernennungsurkunde zur Rektorin. "Seit Kindesbeinen bin ich mit der Hebelschule verbunden", sagte Senger. Schon in der Grundschule sei in ihr der Wunsch gereift, Lehrerin zu werden. Ihre älteste Tochter war noch im Altbau der Hebelschule eingeschult worden, ihre zwei jüngeren Kinder dann im Neubau der Hebelschule, ergänzte sie Höflers Ausführungen. Zudem hatte sie noch in der Kernzeitbetreuung an der Hebelschule gearbeitet, bevor sie den Beruf als Lehrerin ausübte. "Hier herrscht eine bunte Vielfalt", sagte Senger. "An der Hebelschule zu sein, macht einfach Freude und lässt einen strahlen."