"Es braucht einen Knigge für Trainer und Eltern"

Johannes Bachmann

Von Johannes Bachmann

Do, 12. Juli 2012

Jugendfußball

BZ-INTERVIEW mit Bezirksjugendwart Ulrich Müller über Benimmregeln am Ball, den Schwund auf dem Platz und Erwartungsdruck zur falschen Zeit.

JUGENDFUSSBALL. Fußball fördert Teamgeist und im Idealfall soziale Verantwortung. Das weiß Ulrich Müller, der seit seinem 18. Lebensjahr als Jugendfußballtrainer junge Talente betreut, aus eigener Erfahrung: "Jugendfußball ist aktive Lebensschulung". BZ-Redakteur JohannesBachmann unterhielt sich mit dem Bezirksjugendwart des Fußball-Bezirks Schwarzwald, der am morgigen Freitag bei der Jahreshauptversammlung in Tannheim auf ein ereignisreiches erstes Amtsjahr zurückblicken kann, über Pillenknick, Demut am Ball und Benimmregeln auf und neben dem Platz.

BZ: Früher war jeder Bub automatisch Jugendfußballer. Heute gibt es viel Konkurrenz durch andere Sportarten und neue Medien wie Computer und Internet. Wie sieht die Zukunft des Jugendfußballs aus?
Müller: Es gibt viel zu tun. Wir Funktionäre und die Vereine dürfen nicht stillstehen. Wir müssen bereit sein, neue Wege zu gehen, die man jetzt noch gar nicht kennt. Da müssen wir Ideen entwickeln und kreativ sein.

BZ: Konkret, wie sieht er aus, der neue Weg?

Müller: Gute Frage. Ich sag’s mal flapsig, man muss mehr Kinder in die Welt setzen. Die demografische Entwicklung macht dem Fußball an der Basis zu schaffen. Weniger Geburten, weniger Jugendfußballer, das ist eine ganz einfache Rechnung. Aber geburtenstarke Jahrgänge lassen sich ja nicht befehlen. Also geht es darum, sich um die jungen Fußballer, die da sind, intensiver als bisher zu bemühen. Kamen früher 20 ...

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