Es geht auch ums Geld

Kirsten Haake

Von Kirsten Haake (dpa)

Mi, 08. April 2020

Neues für Kinder

Corona schadet auch Firmen und Ländern – einige Staaten wollen deshalb sogenannte Euro-Bonds einführen.

Unter Freunden hält man zusammen, wenn es Probleme gibt, oder? Das denken sich gerade viele Länder in Europa. Das Problem für diese Länder ist das Coronavirus. Das Virus schadet nicht nur der Gesundheit vieler Menschen, sondern es kostet auch irre viel Geld. Denn Firmen können weniger verkaufen als normalerweise und geraten in Schwierigkeiten.

Um das wieder in Ordnung zu bringen, wollen die Länder ihnen mit Geld helfen. Doch woher soll das Geld kommen? Könnten dabei die Länder in Europa zusammen etwas tun? Gerade ist bei diesem Thema oft die Rede von Corona-Bonds.

Aber was sind solche Bonds? Staaten wie Deutschland leihen sich häufiger mal Geld. Sie bezahlen dafür auch etwas extra oben drauf. Dieses Extra-Geld wird Zinsen genannt. Deutschland etwa zahlt wenig Zinsen, weil die Leute sicher sind, dass sie ihr Geld später wiederbekommen. Andere Länder, denen es nicht so gut geht, müssen mehr Zinsen zahlen. Gäbe es gemeinsame Bonds in Europa, dann wären die Zinsen für alle beteiligten Länder gleich. Solche Bonds könnte man jetzt einführen, damit die Länder gegen die Folgen der Corona-Krise kämpfen können. Alle Länder in Europa sind vom Coronavirus betroffen. Mit Corona-Bonds könnten sich auch die Staaten billig Geld leihen, die sonst viel mehr bezahlen müssten. "Die Starken müssen den Schwachen helfen", schrieben deshalb einige Fachleute. Länder wie Frankreich und Italien sind für solche Corona-Bonds. Deutschland ist dagegen. Es hat Sorge, später die Geldprobleme anderer Länder mitbezahlen zu müssen.

Wie es weitergeht, wurde am Dienstag verhandelt. Deutschland wollte dort seine Pläne vorstellen, denn es gibt noch andere Möglichkeiten als die Corona-Bonds.