"Es ist ein langer Weg"

Christine Storck-Haupt

Von Christine Storck-Haupt

Mo, 29. Juni 2020

Offenburg

Behindertenbeirat erweitert.

Der vor drei Jahren ins Leben gerufene und bis 2020 geplante Behindertenbeirat soll seine Arbeit weiterführen können, und das mit fünf statt mit bisher drei Mitgliedern. Das beschloss der Sozialausschuss des Kreises. Behindertenbeauftragte Anita Diebold zog eine positive Bilanz. "Es ist ein guter Anfang, aber wir sind auf einem langen Weg", sagte sie. Aufgabe des Beirats ist die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in allen gesellschaftlichen Bereichen. Insbesondere die Arbeit in den Arbeitsgruppen ÖPNV und barrierefreier Tourismus habe schon gute Erfolge erzielt, sagte Anita Diebold. So seien Impulse gesetzt worden, die zu einem kreisweiten Konzept für barrierefreie Haltestellen geführt hätten. Außerdem würde Zertifizierungssysteme für barrierefreie Gaststätten und andere touristische Ziele geprüft und bewertet, damit dies einheitlich umgesetzt werden kann. Vorgestellt worden seien in den bisherigen Sitzungen gesetzliche Verpflichtungen und wie man diese umsetzen könne, zum Beispiel die geforderte barrierefreie Kommunikation für Menschen mit Sinnesbehinderungen.

Eine Evaluierung der Kreisverwaltung habe ergeben, dass die Mitgliedsorganisationen vor allem Themen wie Mobilität, ÖPNV und barrierefreie digitale Infrastruktur sowie Gesundheit, Arbeit und Bauen wichtig finden. Damit die "Experten in eigener Sache" künftig noch besser zusammenarbeiten, soll der Beirat um zwei Mitglieder aufgestockt werden. "Jede Behinderung stößt auf andere Einschränkungen. Je vielfältiger wir dies abbilden, desto bessere Ergebnisse können wir erzielen", erklärte Diebold. Dem stimmte der Ausschuss einstimmig zu.