Interview

"Es wäre gut, wenn die Gewerkschaften die Sprache und Lebenswelt der Arbeitnehmer besser vertreten würden"

Günther M. Wiedemann

Von Günther M., & 8197;Wiedemann

Mo, 21. Oktober 2019 um 12:25 Uhr

Wirtschaft

BZ-Plus Der Politologe Wolfgang Schroeder wirft den Gewerkschaften vor, keine guten Angebote für Frauen und Geringqualifizierte zu machen. Der Dienstleistungsbereich sei die Achillesferse. Ein Interview.

BZ: Der DGB wird 70. Können er und seine Mitgliedsgewerkschaften sich Erfolge gutschreiben?
Schroeder: Ganz sicher. Die Gewerkschaften haben dazu beigetragen, den Strukturwandel sozial abzufedern und sozialen Ausgleich zu schaffen. Mitbestimmung sorgt für Beteiligung der Arbeitnehmer. Die Gewerkschaften haben großen Anteil an der Stabilität und Erfolgsgeschichte der Bundesrepublik. Auffallend ist auch, dass sie nicht nur mehr Lohn, sondern Arbeitszeit, Qualifikation, Rente zu ihren Themen gemacht haben. Im internationalen Vergleich zeichnen sie sich durch ihre Politik der inklusiven Solidarität aus. Zum einen als Einheitsgewerkschaften, womit sie das Prinzip der politischen Richtungsgewerkschaften überwunden haben. Und zum anderen als ...

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