Kreisliga A, Staffel I

Fabian Spiegler, SC March: "Ich will mich als Trainer versuchen"

Luis Friedrich

Von Luis Friedrich

Do, 22. August 2019 um 14:26 Uhr

Kreisliga Breisgau

Der ehemalige Oberligafußballer Fabian Spiegler hat sich frühzeitig entschieden, den Weg als Trainer einzuschlagen. Beim Bezirksligaabsteiger SC March hat der 29-Jährige eine reizvolle Aufgabe.

Nach zwei Spielzeiten in der Bezirksliga musste der SC March im Anschluss an die vergangene Spielzeit den Gang in die Kreisliga A antreten. Zu einer Vielzahl an Neuzugängen gehört auch der neue Spielertrainer Fabian Spiegler. Im Interview mit Luis Friedrich spricht der 29-Jährige, der vom Bahlinger SC in die Kreisliga A, Staffel I, wechselte, über seine neue Aufgabe.

BZ: Wie kam es dazu, dass Sie sich für den SC March und gegen die höhere Spielklasse entschieden haben?
Spiegler: Meine letzten zwei Spielzeiten liefen unglücklich. Durch Verletzungen habe ich wenig Spielzeit bekommen. Ich habe 2017 den Trainerschein gemacht und so war mir klar, dass ich beim Bahlinger SC nicht verlängern werde. Daraufhin wollte ich nicht einfach als Spieler in die Verbandsliga zurück, sondern mich als Trainer versuchen. Ich war mit einigen Vereinen im Kontakt, auch der SC March kam auf mich zu. Dort hatte ich von Beginn an gleich ein sehr gutes Gefühl.
BZ: Welchen Stellenwert hat der Fußball in Ihrem Leben?
Spiegler: Nach der A-Jugend waren erstmal andere Dinge wichtiger. Doch dann habe ich gemerkt, dass ich noch etwas erreichen kann und wollte meine Chance suchen. Ich hatte begriffen, dass man etwas dafür tun muss. So habe ich meine Ernährung umgestellt und mit Lauftraining begonnen. Anschließend ging es langsam nach oben, leider etwas zu spät.
BZ: Nach dem Abstieg ist es oft so, dass der Verein als klares Ziel den Wiederaufstieg ausgibt. Auch beim SC March?
Spiegler: Als direktes Ziel haben wir den Aufstieg so nicht ausgegeben. Aber natürlich ist man als Sportler ehrgeizig und will oben mitspielen. Die Konkurrenz in der Liga ist stark. Wenn es sich ergibt, steigen wir auf, sonst ist es kein Untergang.
BZ: Zum Auftakt gab es ein torloses Remis gegen den FC Denzlingen II, wie bewerten Sie den Start?
Spiegler: Eine Vielzahl an Spielern war verletzungsbedingt angeschlagen oder im Urlaub. Aufgrund von Rückenproblemen war auch bei mir an einen Einsatz nicht zu denken. Durch die vielen Ausfälle ist uns gerade offensiv etwas abhanden gekommen und so haben schlussendlich die Tore gefehlt. Ich hoffe, dass zum Pokalspiel am kommenden Mittwoch wieder viele der Angeschlagenen an Bord sind.
BZ: Mit Blick auf das letzte Spiel, was können und wollen Sie noch verbessern?
Spiegler: Mit der Defensivleistung bin ich sehr zufrieden. In der Offensive fehlen leider oft noch die Abläufe und Automatismen. Vergangene Saison hat March sehr gut gespielt, jedoch haben die Tore gefehlt. Ich habe das System geändert, zudem gibt es einige Neuzugänge, die sich einfinden müssen. Wir arbeiten daran, diese Abläufe zu automatisieren.
BZ: Sie bringen als Spieler Erfahrung aus der Oberliga und Verbandsliga mit. Sehen Sie das als einen Vorteil an?
Spiegler: Dadurch, dass ich in der Oberliga und Verbandsliga gespielt habe, glaube ich, dass ich gut einschätzen kann, wie die Mannschaft alles annimmt. Die Kreisliga A ist natürlich nicht ganz so professionell, wie es die höheren Spielklassen sind, dennoch hat mein Team eine sehr gute Qualität. In der Kreisliga A gibt es durchaus einige Spieler, die in einer wesentlich höheren Klasse spielen könnten.
BZ: Im Pokal wartet der SV Munzingen und in der Liga der TuS Königschaffhausen, was sind die kurzfristigen Ziele für diese Partien?
Spiegler: Im Pokal ist es klar: Wir wollen definitiv weiterkommen. In der Liga ist es schwieriger. Königschaffhausen hat das erste Spiel direkt gewonnen. Wir dürfen generell niemanden in der Kreisliga A unterschätzen, dennoch wollen wir mit Selbstbewusstsein in die Partie gehen.

Fabian Spiegler, hat bei den Bambini des SV Kirchzarten mit dem Fußballspielen begonnen. Gemeinsam mit seinem Vater ist er selbstständig, so kann er sich seine Trainertätigkeit gut einteilen. Nicht nur die Arbeit, auch die Liebe zum Fußball teilt der 29-Jährige, der in der Region bereits für den Bahlinger SC, den SV Endingen, den FC Waldkirch, den SV Heimbach und den Offenburger FV aktiv war, mit seinem Vater.