Faire Rosen für starke Frauen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 12. März 2020

Waldkirch

So war der Frauentagsabend beim Kommunalen Kino "Klappe 11" mit dem Film "Astrid".

WALDKIRCH-KOLLNAU. Der 8. März stand beim kommunalen Kino Waldkirch "Klappe 11" unter dem Motto "starke Frauen". Mechthild Jauch erläuterte in der Einführung zum Film "Astrid", dass der Internationale Frauentag seine Wurzeln in der Arbeiterinnenbewegung hat. Frauenrechte sind "keine Sonderrechte, sondern Menschenrechte" – sagte schon Clara Zetkin, die den Anstoß für den Internationalen Frauentag gab. Für Frauen gibt es überall auf der Welt immer noch nicht die gleichen Chancen wie für Männer, daher sei der Internationale Weltfrauentag so aktuell wie vor über 100 Jahren. Am 19. März 1911 wurde der erste offizielle "Internationale Frauentag" in vier europäischen Ländern – Dänemark, Deutschland, Österreich, Schweiz – sowie in den USA begangen. Hauptforderung war das aktive und passive Wahlrecht für Frauen. Mehr als eine Million Frauen gingen an diesem ersten Internationalen Frauentag auf die Straße. Seit 1921 wird der Internationale Frauentag am 8. März gefeiert.

Für Mechthild Jauch stellt gerade auch die Geschichte der Jugend von Astrid Lindgren ein Beispiel für Stärke dar, jedoch auch gut passend auch zum diesjährigen Motto des Weltfrauentages "Each for Equal" – jede/r für Gleichberechtigung". Astrid Lindgren leistete mit ihrer Literatur Widerstand gegen Verhältnisse, die ihr nicht gefielen: "Lass dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar!"

An die Besucherinnen des Abends wurden vom Kino-Team fair gehandelte Rosen überreicht. Damit wollte man auch darauf aufmerksam machen, dass Rosen meist aus afrikanischen Ländern kommen, wo die Arbeitsbedingungen auf den Plantagen oft mangelhaft seien. Mit den Fairtrade-Rosen wolle man die Arbeiterinnenrechte in den Anbauländern stärken, sagte Vorstandsmitglied Alexander Schoch. "Wenn wir in Deutschland über Themen wie Emanzipation und Gleichberechtigung sprechen, sollten wir dabei nicht an unseren Grenzen Halt machen", so Alexander Schoch. "Als Konsumenten in einer Stadt, die mit dem fairtrade-Label wirbt, haben wir eine Mitverantwortung und können mit unserer Kaufentscheidung einen Unterschied machen. Wer sich für nachhaltige Produkte entscheidet, verbessert damit die Situation der Menschen im Anbau konkret", so Schoch. Dazu gehöre, beim Kauf auf das Fairtrade-Siegel zu achten. Die Fairtrade-Standards schreiben feste Arbeitsverträge, Mutterschutz und Mindestlöhne vor.