"faust.for.future" hat an der Schule schon viel bewegt

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 20. Januar 2020

Staufen

Die Aktionsgruppe schärft am Staufener Gymnasium das Bewusstsein für Umweltschutz und Klimagerechtigkeit / Musical im Mai.

STAUFEN (BZ). Im Mai soll am Faust-Gymnasium in Staufen ein Musical aufgeführt werden, das den Titel "Ocean World" tragen wird. In einer multimedialen Inszenierung wird es um die Vermüllung der Meere sowie den Anstieg des Meeresspiegels und seine Folgen gehen. Dass die etablierten Faust-Domänen Musik, Kunst und Theater sich mit einem ökologischen Thema befassen, hat auch mit "faust.for.future" zu tun: Seit fast einem Jahr besteht nun die Gruppe, die sich am Faust-Gymnasium für Umwelt- und Klimaschutz engagiert und ihren Namen in Anlehnung an die weltweite Jugendbewegung trägt, wie die Schule in einer Pressemitteilung feststellt.

Etwa 50 Faust-Angehörige bilden das Gründungsteam und unterstützen große Aktionen wie am 20. September, als parallel zu den weltweiten Klimastreiks in allen Klassen Infos zum Thema "Klimawandel und seine Folgen" im Format "Schülerinnen und Schüler unterrichten Schülerinnen und Schüler" weitergegeben wurden, oder wie die vermutlich erste Schülerdemo in der Geschichte Staufens für Umweltschutz und Klimagerechtigkeit.

Die Gruppe, deren engerer Kreis von Aktiven momentan etwa 14 Schüler und sechs Lehrer umfasst, möchte aber auch den Blick nach innen lenken: Wo kann die Schule selbst aktiv werden, wo können Energie und Ressourcen gespart werden, wie können Konsumgewohnheiten kritisch reflektiert und geändert werden? Eine ganze Reihe von Denkanstößen hat "faust.for.future" schon gegeben: Im Frühjahr wurden im ganzen Schulhaus Hinweisschilder an elektronischen Geräten zum Energiesparen verteilt; eine große Fahrrad-Aktion (Welche Klasse schafft die meisten Radkilometer?) motivierte dazu, vermehrt eigenständig zur Schule zu kommen, statt sich per Auto bis vor die Schule kutschieren zu lassen; eine Petition der fff-Gruppe, bei Studienreisen künftig auf (Billig-)Flüge zu verzichten, wurde von der Schülerschaft mit großer Mehrheit unterstützt.

Bei großen Schulveranstaltungen wie dem Open Air zu Schuljahresende oder dem Weihnachtsbasar wurde erfolgreich darauf hingewirkt, dass die Besucher eigenes Geschirr mitbrachten, um das Müllaufkommen zu reduzieren.

Aktuell angedachte Projekte sind die Gestaltung eines Schulgartens oder die Teilhabe am landesweiten "fifty/fifty"-Energiespar-Programm: Schulen sparen ganz konkret Energiekosten und bekommen die Hälfte des Werts von der jeweiligen Gemeinde ausbezahlt, um selbst wieder in nachhaltige Projekte investieren zu können. Außerdem sollen Möglichkeiten geprüft werden, wie am Faust künftig gesünderes und nachhaltiger produziertes Essen angeboten und der Müll effektiver getrennt werden kann.

Damit das Engagement für Umwelt und Klima auch künftig am Faust bestehen bleibt, will man für nachhaltige Strukturen sorgen: In Jahrgangsstufe sechs oder sieben soll in Zusammenarbeit mit dem Freiburger Verein Solare Zukunft ein Umwelt & Klima-Aktionstag stattfinden, der schon die Jüngsten mit dem wohl wichtigsten Thema ihrer Generation vertraut macht – und motivieren soll, selbst einmal Teil von "faust.for.future" zu werden.