Kreisliga

FC Weizen verteidigt gegen Überraschungsteam die Tabellenspitze

Mario Schmidt

Von Mario Schmidt

Di, 20. Oktober 2020 um 14:24 Uhr

Kreisliga Hochrhein

Der FC Weizen fühlt sich wohl an der Spitze. In einem kampfbetonten Duell besiegte der Primus das Überraschungsteam SV Waldhaus. Beim SV Stühlingen rettete der Torhüter einen wichtigen Sieg.

Der FC Weizen bleibt in der Spur: Der FCW hat das Topspiel gegen den SV Waldhaus für sich entschieden und bleibt zumindest eine weitere Woche an der Tabellenspitze der Kreisliga A Ost. Hinter dem Aufsteiger, der nach der 0:1-Niederlage auf dem dritten Platz verharrt, deutet sich zwischen Platz vier und zwölf ein enges Rennen an – mit dem SV Stühlingen mittendrin.

"Wir freuen uns riesig, weiterhin als Tabellenführer die Liga anzuführen. Der Sieg gegen den SV Waldhaus, ein Gegner, dem ich viel zutraue, war ganz wichtig für uns", sagte Michael Gallmann. Der 37-Jährige, der den FC Weizen nun schon in der fünften Saison trainiert, war sichtlich stolz auf die Leistung seiner Mannschaft, die ihren guten Eindruck in dieser Saison bestätigte und weiter bei nur einer Niederlage steht.

"Das war ein verdienter Sieg in einem äußerst kampfbetonten Spiel. Wir waren von Beginn weg etwas griffiger und aggressiver und wurden vor allem immer wieder durch Standards gefährlich", sagte Gallmann, während Thomas Schäfer, der beim SVW die Geschicke leitet, eine "körperlich überlegene" Weizener Mannschaft gesehen hatte, "die aber eher Hauruck-Fußball spielt".

Waldhaus zeitweise besser und verpasst den Ausgleich

Nach Gallmanns Auffassung war es allerdings auf einem "nicht so tollen Platz" unmöglich, einen kurzpassgeprägten Ball zu spielen und so "waren Kabinettstückchen eher eine Seltenheit". In dasselbe Horn stieß Schäfer: "Mit Gras war auf dem Rasen nicht mehr viel. Es war keine Augenweide, aber für unsere junge Elf ist das ein Lernprozess."

Weizen, das nach einem Eckball in der 49. Minute durch Tobias Eichhorn in Führung ging, fehlten nur Augenblicke später die berühmten Zentimeter, als ein weiterer Kopfball am Querbalken landete. "Und dann wurde ihnen noch ein Abseitstor abgepfiffen, das zählen hätte müssen", gestand Schäfer ein. Auf der anderen Seite hatte der Tabellenführer "wahnsinniges Glück", dass ein Offensivspieler der Grün-Weißen im Eins-gegen-Eins am Weizener Keeper Moritz Silbereis scheiterte. "Die 20 Minuten direkt nach dem 1:0 waren wir besser und hätten auch den Ausgleich schießen können", so Schäfer, der sich mit der Leistung seines Teams "zufrieden" zeigte. In Spielen, in denen der Liga-Neuling sein Passspiel aufziehen könne "tun wir uns einfacher. Das wäre auf einem guten Rasenplatz oder einem Kunstrasen sicher anders gelaufen". Wie gut, dass sich seiner Elf schon im kommenden Heimspiel gegen Laufenburg II die Gelegenheit bietet, die Niederlage zu korrigieren. Für Weizen geht es am Sonntag nach Rheintal, das "mit dem Rücken zur Wand steht", so der Trainer des Tabellenführers.

Das Vergnügen mit den Tälern hatte der SV Stühlingen bereits am Sonntag. Die Bauhuber-Elf setzte sich zwar mit 2:1 gegen den SVR durch, verlor aber nach dem zweiten Treffer den Faden. "Viele Konzentrationsfehler und kleine Fouls rund um den Strafraum" seien laut Bauhuber die Folge gewesen. "Einer dieser Freistöße schlug dann auch zum 2:1 ein", berichtet der Coach. Nach dem Wechsel fing sich seine Mannschaft, konnte aber zehn Minuten vor dem Ende von Glück sagen, dass Torhüter Ruwen Vollmer einen Strafstoß abwehren konnte. "Gott sei Dank hat er den gehalten. Sonst wäre der Schuss noch nach hinten losgegangen", sagte ein erleichterter Stühlinger Trainer. Mit den bislang gesammelten zwölf Punkten ist er "soweit zufrieden." Erfreulicher sei allerdings, "dass wir langsam anfangen Fußball zu spielen."

SG Wehr-Brennet mit viel Leerlauf gegen starke Weiler

Klare Ergebnisse wünscht sich in der West-Staffel Marco Kern, der mit Sandro Samardzic die Verbandsliga-Reserve des SV Weil trainiert. Das 2:0 gegen Wehr-Brennet sei "okay, aber ich wünsche mir, dass wir uns nicht mit zwei Toren zufriedengeben, sondern mal ein klareres Ergebnis herausspielen". Gegen die Reserve der SG habe sein Team "das Spiel von der ersten Minute an unter Kontrolle gehabt" und sei in "allen Belangen besser" gewesen als der Gegner, der "an diesem Tag eine schwache Leistung gezeigt" hat, wie Trainer Fabio Cocuzza einräumte. Warum sich seine Mannschaft einen so langen Leerlauf leistete, ließe sich nicht wirklich erklären. "Wir haben Momente, da klappt alles, aber leider auch Phasen, in denen nichts geht. Das gibt es halt." Auf Weiler Seite stand allerdings auch Qualität: Yannik Weber erzielte die Führung, Samardzic legte nach für die Weiler Reserve, die bislang eine starke Saison spielt, von neun Partien nur eine verloren hat. Als einziger Club der West-Staffel – und wie der FC Weizen.