Oper

Festspiele in Bayreuth: Die Soap des Nibelungen

Alexander Dick

Von Alexander Dick

Mo, 29. Juli 2013

Klassik

„Rheingold“ und „Walküre“ – Wagners „Ring“ in Zeiten der Bilderfluten bei den Festspielen in Bayreuth.

Warum bloß? Warum verbindet sich mit jedem neuen "Ring" in Bayreuth die Utopie eines neuen Weltentwurfs? Die Antwort ist simpel: Weil Richard Wagners Tetralogie ein solcher sein will, einer, in dem das Prinzip Hoffnung mit dem Prinzip Verneinung, wie es der Philologe Peter Wapnewski formulierte, einzigartig und sich gegenseitig bedingend verbandelt ist. Am authentischen Ort – im Festspielhaus – zumal. Da wird jeder neue Interpret besonders inauguriert.
Der neue heißt Castorf, Frank Castorf. Theaterdekonstrukteur aus dem Osten, Feindbild für die einen, Erfinder des Berliner Volksbühnen-Stils und genialer Erneuerer für die anderen. In jedem Fall einer, der das Kokettieren mit den Medien versteht. Die "Ostler" würden immer schlecht behandelt, sagt er bei der Pressekonferenz der Festspiele und "Ich bin ja auch kein lupenreiner Demokrat". Die zentrale Aussage folgt dann fast ein bisschen (gezielt) versteckt: "Sie werden von mir keine Konzeption bekommen."
Nach der Halbzeit beim Castorf-"Ring" steht fest: Der Mann ...

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