Großeinsatz der Rettungskräfte

Feuer zerstört Wohnhaus im alten Ortskern von Wyhl

mw, vi

Von Martin Wendel & Roland Vitt

Do, 19. März 2020 um 19:41 Uhr

Wyhl

Großeinsatz der Rettungskräfte am Donnerstagnachmittag in Wyhl: In der Heerstraße brannte ein Wohnhaus vollständig aus, ein Bewohner kam mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus.

Die Feuerwehren aus Wyhl und Endingen konnten trotz der engen Bebauung ein Übergreifen der Flammen auf Nachbargebäude verhindern. Zu Brandursache und Schadenshöhe gab es am Abend noch keine Informationen.

Rauchsäule weithin sichtbar

Der Alarm wurde kurz nach 15 Uhr von der Integrierten Leitstelle ausgelöst. Die Meldung: Vollbrand im Obergeschoss eines Wohnhauses an der Heerstraße. Die Rauchsäule war weithin sichtbar. "Wir konnten praktisch auf Sicht zur Einsatzstelle fahren", berichtet Christian Burkhard, Kommandant der Stützpunktwehr Endingen. Sie war mit acht Fahrzeugen und 35 Feuerwehrleuten vor Ort im Einsatz zur Unterstützung der Feuerwehr Wyhl, die mit 30 Mann und drei Fahrzeugen ausrückte. Auch der Wyhler Kommandant Björn Breisacher hatte schon auf dem Weg vom Rathaus ins Rettungszentrum die Rauchsäule über dem Brandort deutlich ausmachen können.

Vor Ort waren auch die Einsatzkräfte der DRK-Ortsvereine Wyhl und Jechtingen, der Rettungsdienst mit zwei Fahrzeugen, eines davon aus der Ortenau, außerdem die Polizei, der stellvertretende Kreisbrandmeister Engelbert Kläger und Bürgermeister Ferdinand Burger.

Bewohner entdeckte das Feuer

Entdeckt wurde das Feuer offenbar vom Bewohner des Hauses. Er habe wohl noch versucht zu löschen, berichtete Björn Breisacher, der als Kommandant der Wyhler Feuerwehr den Einsatz leitete. Der Mann wurde vom Rettungsdienst mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht, wie auch die Polizei am Abend bestätigte.

Schwierige Löscharbeiten wegen enger Bebauung

Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig wegen der engen Bebauung im alten Ortskern. Während die Wyhler Feuerwehr von der Hauptseite aus mit mehreren Atemschutztrupps zum Innenangriff vorrückte, nahm die Feuerwehr Endingen von der Rückseite aus die Brandbekämpfung auf. Jeden Zentimeter habe man für den Einsatz der Drehleiter in der verwinkelten Situation gebraucht und genutzt, berichtete Burkhard. Dank der guten Zusammenarbeit und des beherzten Einsatzes beider Wehren sei es gelungen, trotz der enormen Enge ein Übergreifen der Flammen auf angrenzende Gebäude zu verhindern, betonte Einsatzleiter Breisacher. Man habe das Feuer perfekt gemeinsam in die Zange genommen, unterstrich auch der Kommandant der Endinger Stützpunktwehr. Die Bewohner der umliegenden Gebäude waren laut Polizei vorsorglich aufgefordert worden, ihre Häuser zu verlassen.

Atemschutzträger stark gefordert

Aufgrund der starken Rauchentwicklung waren insgesamt 18 Atemschutzträger bei den Löscharbeiten im Einsatz. Nach rund einer Dreiviertelstunde sei der Brand gelöscht gewesen, so Breisacher. Nachlöscharbeiten zogen sich allerdings bis in den Abend hin. Eine Brandwache wurde eingerichtet.

Polizei: Noch keine Informationen zu Ursache und Schaden

Nähere Informationen zur möglichen Brandursache und Schadenshöhe konnte die Polizei am Abend noch nicht machen. Die Brandbegehung finde erst am Freitag statt. Fest steht allerdings, dass das Haus völlig unbewohnbar ist. Die Ermittlungen werden laut Polizeisprecher Jerry Clark vom Polizeiposten Endingen geleitet.