Feuerwehr freut sich über neuen Einsatzleitwagen

Martin Köpfer

Von Martin Köpfer

Fr, 31. Januar 2020

Laufenburg

Gemeinderat Laufenburg beschließt einstimmig die Anschaffung / Zusätzlich werden Digitalfunkgeräte gekauft.

LAUFENBURG. Die Feuerwehr hatte in der vergangenen Gemeinderatssitzung gleich mehrfach Grund, sich zu freuen, denn nachdem der Gemeinderat die Führungsspitze einstimmig bestätigt und Bürgermeister Ulrich Krieger die Bestellungsurkunden überreicht hatte, stimmten die Räte der Beschaffung eines Einsatzleitwagens und der Beschaffung digitaler Funkgeräte zu. "Unser erster Wunsch war es nicht, wir haben wichtigere Aufgaben die nächsten Jahre", kommentierte Stadtkommandant Markus Rebholz die Anschaffung neuer digitaler Funkgeräte. "Wir waren gut versorgt mit dem analogen Funk", sagte er weiter, allerdings verlange das Gesetz nun die bundesweite Umstellung. Und weil es Landeszuschüsse nur noch bis einschließlich 2020 gibt, beschloss der Gemeinderat, die Verwaltung zu beauftragen, bei zwei Firmen Angebote einzuholen. Gebraucht werden 15 Fahrzeugfunkgeräte, drei Handfunkgeräte sowie drei Funkgeräte für die Feuerwehrhäuser. Die Verwaltung rechnet mit Kosten von rund 49 000 Euro. Aus dem Jahr 2018 werden deshalb die damals für den Kauf eingesetzten 50 000 Euro ins neue Haushaltsjahr übertragen. Zusätzlich gibt es einen Landeszuschuss von 600 Euro pro Gerät.

In den Fahrzeugen und den Feuerwehrhäusern soll zusätzlich dauerhaft das bisher verwendete analoge System verbleiben. "Das neue System hat zwei, drei technische Vorteile, so ist beispielsweise die Übertragung etwas besser. Aber es bedeutet für uns auch wieder zusätzlichen Aufwand mit Schulungen, Umbauten und anderen Dingen", sagte Rebholz.

Einig über die Notwendigkeit der Anschaffung war man sich allerdings bei der Anschaffung eines neuen Einsatzleitwagens (ELW 1). Das bisher genutzte Fahrzeug stammt aus dem Jahr 1988. "Aufgrund seines technischen Zustands und schwieriger Ersatzteilbeschaffung bedarf es dringend der Neubeschaffung", sagte Krieger. Zuschüsse für solch ein Fahrzeug gibt es eigentlich erst ab einer Gemeindegröße von 15 000 Einwohnern. Allerdings bestätigte die Gemeinde Murg die interkommunale Zusammenarbeit und die gemeinsame Beschaffung des ELW 1, weshalb der Landeszuschuss mit 22 000 Euro bewilligt wurde. Die Gesamtkosten des Fahrzeugs liegen bei rund 120 000 Euro. Die Alarm- und Ausrückeordnung legt ein gemeinsames Einsatzgebiet für die Stadt Laufenburg, die Gemeinde Murg und die bisherige Werksfeuerwehr H.C. Starck fest. Gemeinsame Einsätze mit anderen Nachbargemeinde gibt es ebenfalls, die dann vom Einsatzleitwagen aus gesteuert werden. Somit kommen dem Fahrzeug auch überörtliche Funktionen zu, resümierte Krieger. Auf die Frage von Stadtrat Robert Terbeck, ob sich Murg nicht an der Finanzierung des Autos beteilige, sagte Bürgermeister Krieger: "Nein, aber das Fahrzeug bleibt bei uns. Und erst dank der Kooperation mit Murg bekommen wir den Zuschuss."