Frauentrio mit gewaltiger Klangfülle

Renate Griesser

Von Renate Griesser

Di, 21. Januar 2020

Laufenburg

"Tre Donne" belebt die Vorabendmesse in Luttingen in einladender Atmosphäre.

LAUFENBURG. Die Seelsorgeeinheit Laufenburg-Albbruck hat in die Pfarrkirche St. Martin in Luttingen zur Vorabendmesse mit dem Gesangstrio "Tre Donne" eingeladen im Rahmen des diesjährigen Kirchenjahrs, das unter dem Motto "Musikalisches Kirchenjahr 2020" steht.

Der Kirchenraum überraschte mit einer einladenden Atmosphäre durch die in 1994 angeschaffte Bestuhlung rings um den Altar. Die Besucher in der gut gefüllten Kirche wurden von Pfarrer Klaus Fietz begrüßt. Der Gottesdienst stand unter dem Zeichen des Johannesevangeliums "Ich habe ihn gesehen und er ist Gottes Sohn". Diese frohe Botschaft strahlte bis in den prächtigen zentralen Kronleuchter und die Lüsterensembles hinein und verlieh dem Gottesdienst eine festliche Stimmung. Diese Ambience übernahm auch das Eingangslied des Frauensembles "Sei gegrüßt Herr Jesu". Glockenrein in wunderbaren dysharmonischen Melodiebögen, die sich harmonisch wieder auflösten, ersangen sich der Sopran von Lucia Moser, der Alt von Claudia Hellmann und der Mezzosopran von Irene Hofmann die geistlichen Klänge. Die Gesangsstücke waren der Messe von Josef Gabriel Rheinberger entnommen, deren lyrische, versöhnlich milde Grundstimmung dem Gottesdienst folgte. Das nächste Lied war das Kyrie aus der Messe Rheinberger. Anschließend erklang das Gloria "Ehre sei Gott", als Kirchenlied gesungen von der Kirchgemeinde.

Pfarrer Fietz hielt den Gottesdienst auf dem mittig aufgestellten Zelebrationsaltar, dessen Symbole 1999 von Josef Henger aus Ravensburg im Bronzeguss in eindrücklicher Weise geschaffen wurden.

Die drei Sängerinnen untermalten mit dem " Ubi Caritas" von Snyder mit überraschenden Harmonien. Organist Pius Moser begleitete einfühlend am Piano. Er hielt sich zurück oder steigerte die Intensität je nach Ausdruckskraft der Sängerinnen. Deren Einzelstimmen erhoben sich gekonnt in Höhen und Tiefen und vereinigten sich zu einem gewaltigen Klang.

"Tre Donne" treten in der Region und in der Schweiz auf und schaffen einen künstlerischen Rahmen zu Messen. Klanggewaltig und berührend sangen sie das Sanctus aus der Rheinberger Messe, begleitet von Pius Moser an der Orgel. In einer sanften und zugleich kräftigen Weise konnten die Sängerinnen ihre Stimmen mit der Melodie des Sanctus vereinen zu einem wunderschönen Klangerlebnis. In ähnlicher Weise verstanden sie das folgende Agnus Dei stimmlich umzusetzen. Feierlich und getragen ertönte das Ave Regina Coelorum, ebenfalls von Rheinberger.

Das müsste man wiederholen, war die abschließende Aussage von Pfarrer Fietz, und er sprach damit den Zuhörern aus der Seele. Das Stück Claire Benediction von John Rutter war das Abschlusslied von "Tre Donne". Es hatte einen modernen Charakter, und auch dieses Genre beherrschte das Frauentrio. Es zeigte die Kraft der drei Stimmen, die sich zu einem harmonischen Schlussakkord einten und zu dritt mit ihrer Klangfülle einen Chor vermuten ließen.

In gehobener Stimmung nach diesem musikalisch festlich gestalteten Gottesdienst und nach einem herzlichen "Vergelt’s Gott" von Pfarrer Klaus Fietz verließen die Kirchengäste gestärkt und erfüllt die Luttinger Pfarrkirche.