Wettbewerb

Freiburg ist mit gleich 3 Schulen im Finale von "Jugend trainiert für Olympia" vertreten

Lisa Petrich

Von Lisa Petrich

Di, 24. September 2019 um 15:27 Uhr

Freiburg

Die Volleyball-AG des Berthold-Gymnasiums und die Fußball-Teams des Rotteck- und des Wentzinger-Gymnasiums spielen in Berlin im Bundesfinale "Jugend trainiert für Olympia".

Die Sonne scheint noch auf das Beachvolleyball-Feld des Berthold-Gymnasiums, als sich die Spielerinnen und Spieler dem Ball hinterher in den Sand werfen. Es ist ihr letztes Training vor der großen Reise nach Berlin: Acht Schüler und Schülerinnen treten seit Montag beim Bundesfinale von "Jugend trainiert für Olympia" gegen die Gewinner-Schulen aus den anderen Bundesländern an.

Das Team aus Mädchen und Jungen zwischen 15 und 17 Jahren hat sich bei den Landesmeisterschaften qualifiziert. Trainiert werden sie von Peter Mack, Lehrer und früherer Freiburger Zweitligaspieler. "Unser Ziel ist es, unter die Top 10 zu kommen", sagt Mack, während er seine Spieler und Spielerinnen beobachtet, die fleißig für Berlin trainieren. "Der Ball ist super. Volles Risiko, wenn ihr baggert!", ruft Peter Mack ihnen zu.

Direktorin wünscht noch einmal Glück vor der Abfahrt

Alle Teilnehmer seines Wettkampf-Teams spielen außer in der Volleyball-AG der Schule auch im Verein bei der Freiburger Turnerschaft (FT). "Die Kooperation mit der FT läuft wirklich sehr gut", sagt Sybille Buske, die Direktorin des Berthold-Gymnasiums. Sie ist sehr stolz auf das Team und wünscht den Jungs und Mädels noch einmal Glück, bevor sie in die Hauptstadt fahren. "Ich finde allein schon die Qualifikation für das Bundesfinale in Berlin spitze", betont Buske.

Dem Spieler Jakob Boos ist das allerdings nicht genug: "Ich hoffe, dass wir es unter die besten acht Mannschaften schaffen. Dann sind wir besser als das Team vom Rotteck-Gymnasium letztes Jahr." Auch seine Mitspieler sind hochmotiviert für die Spiele in Berlin. "Ich freue mich auch einfach darauf, in der Hauptstadt zu sein", sagt der siebzehnjährige Arne Mikusin. Er findet es gut, dass sich sein Team schon untereinander aus dem Verein kennt und dadurch ein guter Zusammenhalt besteht.

Viele andere Mannschaften kommen von Sportinternaten

Das brauchen sie auch, denn die Konkurrenz schläft nicht: Viele andere Mannschaften, gegen die sie antreten, seien von Sportinternaten, erzählt Peter Mack. Die würden mehrmals die Woche sehr intensiv trainieren, was kein Vergleich sei zu ihrem Training, das im Normalfall einmal wöchentlich stattfindet. Trotzdem sei die Nachfrage für Volleyball auf dem Berthold-Gymnasium sehr hoch, sagt er: "Bei uns gibt es zwischen 70 und 80 Schüler und Schülerinnen, die entweder in der AG oder im Verein Volleyball spielen. Es freut mich, dass es hier zu einer Art Schulsportart geworden ist."

Auch die Spieler und Spielerinnen fühlen sich gut vorbereitet für das Bundesfinale. "Wir haben richtig Bock auf das ganze Event und sind gut aufgestellt", sagt der sechzehnjährige Jakob, "mit Arne haben wir zum Beispiel einen riesigen Blockspieler. Bei uns gibt es einfach keine schlechte Position." Da stimmt ihm auch sein Trainer zu, der findet, dass jeder und jede Einzelne im Team auf einem sehr hohen Niveau spiele.

Am Donnerstag werden die Gewinner ermittelt

Am Sonntag reiste das Team dann nach Berlin – am Montag haben die Volleyballer bereits den ersten Spieltag hinter sich gebracht, Dienstag und Mittwoch folgen die beiden anderen Turniere. Gespielt wird beim Beachvolleyball immer zu zweit, es kommen also nicht alle acht Spieler und Spielerinnen gleichzeitig zum Zug. Am Donnerstag werden in Berlin die Bundessieger in den zehn Olympia- und drei Paralympics-Sportarten ermittelt.

Neben den Beachvolleyballern des Berthold-Gymnasiums hat sich außerdem das Rotteck-Gymnasium beim Frauen-Fußball für das Finale qualifiziert und das Wentzinger-Gymnasium stellt eine Jungen-Fußballmannschaft. Somit sind die Freiburger Schulen in Berlin gleich dreifach vertreten.