In Herdern verrosten jahrhundertalte Bachgitter und Straßenlaternen

Julia Dreier

Von Julia Dreier

Fr, 09. November 2012

Freiburg

Irgendwann, befürchtet Corinna Zimber, könnten in Herdern alle historischen Überbleibsel mit „Scheußlichkeiten“ wie den Straßenlaternen aus den 70er Jahren ersetzt worden sein.

Deshalb engagiert sich die Miteigentümerin eines Freiburger Hörbuch-Verlags und ehemalige Archäologin für den Erhalt von Herderns jahrhundertalten Bachgittern, Laternen und Straßenschildern.

Was sie mit "Scheußlichkeiten" meint, wird besonders am Eingang zur Psychiatrie an der Hauptstraße deutlich: Dort endet das etwa 1890 gebaute Bachgitter abrupt. An sein Ende wurde ein modernes Eisengitter, gerade, glänzend und ohne jegliche Verzierung, hingesetzt. "Hingeklatscht," wie Corinna Zimber (50) es nennt, "das geht gar nicht." Ein harter Kontrast zum verschnörkelten, filigranen Vorgänger. Doch warum dieser Bruch? Das liege daran, dass dort ein Fußgängerweg über den Bach gebaut wurde, weiß Zimber. Doch solche scheinbar nicht durchdachten Aktionen kann sie nicht verstehen. Klar, es sei billiger, meint die ...

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