Freiburger Straßennamen (3)

Alban Stolz war ein Volksschriftsteller - und aggressiver Antisemit

Thomas Goebel

Von Thomas Goebel

Do, 20. Oktober 2016

Freiburg

„Maden“, „Wanzen“, „Unkraut“: Mit diesen Begriffen belegte der Theologe und Erfolgsschriftsteller Alban Isidor Stolz immer wieder die Juden, die er für nahezu alle Übel seiner Zeit verantwortlich machte.

Die Alban-Stolz-Straße in Zähringen gehört zu den zwölf Freiburger Straßen, deren Umbenennung eine Wissenschaftlerkommission kürzlich empfohlen hat. Die BZ befasst sich in einer Serie mit den Namensgebern.

Alban Isidor Stolz war ein Bestsellerautor: Von 1843 bis zu seinem Tod im Jahr 1883 erschien im Freiburger Verlag Herder sein "Kalender für Zeit und Ewigkeit für das gemeine Volk und nebenher für geistliche und weltliche Herrenleute", mit dem er in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die damalige Zeit enorme Auflagen von 300 000 bis 400 000 Exemplaren erreichte. Vor allem in der katholischen Landbevölkerung waren seine Kalender verbreitet, aber auch das katholische Bürgertum las seine Schriften, die so plastische Titel tragen wie "Wacholder-Geist gegen die Grundübel der Welt: Dummheit, ...

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