Schönheit

Beim Barbier vom Siegesdenkmal

Manuel Lorenz

Von Manuel Lorenz

Mi, 09. Juli 2014 um 16:29 Uhr

Freiburg

Im kleinen Friseursalon von Memo Akbas am Friedrichring in Freiburg kann Mann sich noch richtig rasieren lassen – nach guter, alter, türkischer Art.

Memo schüttet mir eine durchsichtige Flüssigkeit über die Hände. "Kannst du auch Gesicht machen, kannst du auch atmen", sagt er und macht’s mir routiniert vor. Und noch mal: "Du musst atmen. Tut gut!" Ich tue, wie mir geheißen, verreibe das Wasser zuerst in meinen Händen und dann in meinem Gesicht. Es riecht nach Alkohol und Zitrone, künstlich und beruhigend. "Kolonya", sagt Memo. Das türkische Kölnisch Wasser. In der Türkei ein Allzweckmittel, das zur Begrüßung, nach dem Essen, zum Putzen und – nebenbei – als Aftershave benutzt wird. Nachher wird Memo es mir nicht nur auf die gereizte Haut auftragen, sondern auch noch in die Haare einmassieren. Nachher. Nachdem er mich glattrasiert hat. Aber immer der Reihe nach.

Memo Akbas ist 31 und müsste eigentlich Momo heißen, denn das ist die gängige Koseform für seinen Vornamen Muhammet. Vor 18 Jahren, als er mit seinen Eltern von Istanbul nach Freiburg kam, klang ihm das aber zu ...

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