Klassik

Die Camerata Vocale Freiburg mit Gioachino Rossinis Petite Messe solennelle in der Freiburger Christuskirche

Johannes Adam

Von Johannes Adam

Fr, 29. März 2019

Freiburg

Die Camerata Vocale Freiburg mit Gioachino Rossinis Petite Messe solennelle.

Vor 150 Jahren, am 13. November 1868, starb der Komponist Gioachino Rossini. Gleichsam als Nachklapp zu diesem Datum präsentiert Winfried Tolls Camerata Vocale Freiburg jetzt in zwei Konzerten die Petite Messe solennelle des Italieners.

Gioachino Rossini (Jahrgang 1792) zählt zu den bedeutendsten Opernkomponisten. Dass sich Opernhaftes gleichwohl auch in seiner geistlichen Musik findet – wen wundert’s? Nur ein Beispiel: Man denke ans wie eine tenorale Auftrittsarie wirkende "Domine Deus" im Gloria.

Die Messe zählt zu Rossinis Spätwerk und entstand 1863 – im selben Jahr wie Franz Liszts großes Orgelwerk "Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen". Rossinis Messe ist die Auftragskomposition eines gräflichen Paares, das mit dieser Musik seine Pariser Privatkapelle einzuweihen gedachte. Das Attribut "petite" im Werktitel bezieht sich weniger auf die Spieldauer (die ja mit circa 85 Minuten recht ordentlich bemessen ist), sondern eher auf die Besetzung: In der Erstfassung besteht das Instrumentarium lediglich aus zwei Klavieren und einem Harmonium – wobei auf das oft nur duplizierende zweite Klavier gern verzichtet wird, so auch nun bei der Camerata. Den Klavierpart spielt Hilko Dumno, am Harmonium sitzt Marius Mack.

Die diversen Soli des Spätwerks werden von Sängerinnen und Sängern beigesteuert, die am Beginn ihrer Karriere stehen: Es sind Heejin Kim (Sopran), Sofiane Thoulon (Alt), Theodore Browne (Tenor) und Frederic Mörth (Bass). Die Leitung hat Camerata-Chef Winfried Toll.

Termine: Freiburg, Christuskirche, Sa, 30. März, 20 Uhr, und So, 31. März, 17 Uhr; BZ-Kartenservice Tel. 0761/4968888 sowie unter bz-ticket.de