BZ-Interview

Ex-Junkie Andreas Niedrig: "Wir hatten nie das Gefühl, etwas Unrechtes zu tun"

Frank Zimmermann

Von Frank Zimmermann

Do, 17. März 2011 um 18:57 Uhr

Freiburg

Mit 13 nahm Andreas Niedrig Drogen – erst Haschisch, dann Speed, Koks und LSD, später spritzte er sich Heroin, geriet auf die schiefe Bahn. Doch er schaffte den Ausstieg aus der Drogenszene und wurde einer der weltbesten Triathleten. Am Samstag ist er zu Gast in der Schüler-Talkshow "Nachgefragt" des Rotteck-Gymnasiums.

Heute arbeitet der 43-jährige zweifache Familienvater als Motivationscoach für Unternehmen und erzählt in Schulen seine Geschichte, die auch als Buch erschienen ist und fürs Kino verfilmt wurde. Vor seinem Auftritt in der "Nachgefragt"-Talkshow des Rotteck-Gymnasiums auf der CFT-Freizeitmesse am Samstag um 18.30 Uhr sprach Frank Zimmermann mit Andreas Niedrig.

BZ: Herr Niedrig, Sie sind momentan schwer zu erreichen.
Andreas Niedrig: Ja, ich trainiere jeden Tag sechs bis acht Stunden. Normalerweise wäre ich auch die 500 Kilometer mit dem Rad nach Freiburg gefahren [Niedrig lebt im nordrhein-westfälischen Oer-Erkenschwick, die Red.], aber das Wetter ist zu schlecht. Ich darf jetzt nicht richtig krank werden. Auf dem Rückweg am Sonntag würde ich nur gegen den kalten Nordwind fahren.
BZ: Wie man hört, haben Sie dieses Jahr Großes auf dem Rad vor?
Niedrig: Ja, ich mache im Juni beim "Race across America" mit, letztes Jahr bin ich im Team mitgefahren, dieses Jahr mache ich allein mit. Das sind 4800 Kilometer durch Amerika – von San Diego in Kalifornien bis nach Annapolis nahe Washington D.C. Zwölf Tage ist das Limit, sonst wird man rausgenommen. Mal gucken, wenn ich in zehn Tagen durchkomme, wäre das nicht schlecht. Wir produzieren auch einen Dokumentarfilm fürs Kino, in dem parallel Geschichten von Menschen erzählt werden, die zeigen, was mit Mut, Willen und ...

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