Kriegsende: Original-Kapitulationsurkunden sind in Freiburg

Frank Zimmermann

Von Frank Zimmermann

Mi, 05. Mai 2010

Freiburg

Das Militärarchiv in Freiburg hütet die Dokumente wie das Louvre die Mona Lisa

Die volle Kaffeetasse auf dem Tisch löst angstvolle Blicke aus. Eilig räumen zwei Mitarbeiter im Besprechungszimmer im siebten Stock des Militärarchivs an der Wiesentalstraße die umliegenden Dokumente beiseite. Zu groß ist das Risiko, dass die volle Tasse umkippen und der Kaffee sich über die 65 Jahre alten Papiere ergießen könnte. Auf dem Tisch liegt eine in hellgraues Leinen gebundene Kassette mit besonderem Inhalt. "Das ist sozusagen unsere Mona Lisa", sagt Militärarchivleiter Michael Steidel und öffnet den Verschluss der Kassette mit der Signatur RW 44-I. Zum Vorschein kommen die Originalkapitulationsurkunden, die das Ende des Zweiten Weltkriegs besiegelten. Sie gelangten in den 1960er Jahren aus den USA zurück nach Deutschland und werden seit 1968 im Bundesarchiv-Militärarchiv aufbewahrt – der besonderen Bedeutung wegen in einem Tresor bei 20 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent.

Es war Generaloberst Alfred Jodl, der Chef des Wehrmachtsführungsstabes, der Anfang Mai 1945 im Auftrag des Oberkommandos der Wehrmacht ins Hauptquartier der Westalliierten im ...

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