Rückblick

Tödliche Paketbombe: Der Fall Kerstin Winter schockte 1993 Freiburg

Peter Disch

Von Peter Disch

Mi, 09. Februar 2011 um 17:23 Uhr

Freiburg

In Rheinfelden hat eine Paketbombe eine Frau schwer verletzt. Schon einmal gab es einen ähnlichen Fall in Südbaden. Am 22. Januar 1993 starb Kerstin Winter in Freiburg – durch ein explodiertes Paket, das vor ihrer Wohnungstür lag.

Der Täter war ein Ex-Freund der Ermordeten. Eindeutige Indizien überführten den Fernmeldehandwerker als Bombenbauer. Er hatte den Sprengsatz aus einer Hochdruck-Gasflasche für Feuerlöscher, Teilen einer Mausefalle, Klingeldraht und Neun-Volt-Batterien gebastelt. Sein Motiv: enttäuschte Liebe. Am 3. März 1994 fällte das Landgericht sein Urteil und ordnete die Unterbringung des damals 39-Jährigen in der Psychiatrie an – zwei Gutachten attestierten ihm eine paranoid halluzinatorische Schizophrenie. Der ...

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