Debatte

Vertreter dreier jüdischer Strömungen sprechen über die Fundamentfragmente der Alten Synagoge

Julia Littmann

Von Julia Littmann

Di, 15. November 2016

Freiburg

Dass sich die Vorsitzenden der liberalen Chawura Gescher, Cornelia E. Krüger, und der traditionellen Einheitsgemeinde, Irina Katz, und der chassidische Chabad-Rabbiner Yakov Gitler um einen Tisch setzen, geschieht fast etwas zaghaft. Das virulente Gesprächsthema aber eint alle drei in ihrer Betroffenheit.

Auf dem Platz der Alten Synagoge wurden bei Bauarbeiten vor einigen Wochen Fundamentfragmente der von Nazis zerstörten Synagoge gefunden. Seither werden diese Funde und der Umgang mit ihnen in der Stadt diskutiert. Auch und erst recht unter Juden.

Am 2. und 3. November waren aus den Mauerresten einzelne gut erhaltene Steine geborgen und vorläufig ausgelagert worden. Zum Beispiel für den Bau eines Mahnmals, so die Überlegungen im Rathaus. Auf Vorschlag des Landesdenkmalamts und nach dem Willen der Verwaltung sollen in den nächsten Tagen die restlichen Steine und Mauerteile mit Geotextil abgedeckt und zugeschüttet werden. Am heutigen Dienstag soll der Gemeinderat darüber entscheiden. Die Vertreter der drei hier beheimateten jüdischen Glaubensrichtungen geben ein eindeutiges Votum ab: Die Steine sollen ...

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