Warum Pazifisten Söldnerhefte lesen

Julia Littmann

Von Julia Littmann

Mi, 09. Februar 2011

Freiburg

Das Freiburger Rüstungsinformationsbüro beforscht Waffenexporte und Militärtechnik – und die friedlichen Experten sind begehrt.

Friedensbewegung? Das war die Zeit von kilometerlangen Menschenketten, das waren einige Dutzend nimmermüde Mutlangen-Blockierer, aber auch Hunderttausende, die gegen die Pershing-Stationierung demonstrierten, die Kriege anprangerten und die "Schwerter zu Pflugscharen" auf ihren Transparenten forderten. Einige hatten einen langen Atem. Das Freiburger Rüstungsinformationsbüro e. V., zum Beispiel, bringt nun – zwei Jahrzehnte später – die Bundesregierung in die Bredouille, indem es die legalen Waffenlieferungen nach Ägypten anprangert. Die Lieferungen wurden jetzt gestoppt.

Fernsehauftritte zur besten Sendezeit hatte Jürgen Grässlin in den vergangenen Tagen und Wochen reichlich. Als "Anti-Rüstungsexperte" wird der Freiburger immer wieder in "Seite 3"-Geschichten in den großen bundesweiten Zeitungen zitiert, aber auch international ist er bei den Medien gefragt. Nicht unbedingt er, sondern vielmehr das Expertentum der Initiative, die Grässlin 1991 in Freiburg mitbegründete. Damals nahm das Rüstungsinformationsbüro hier seine Arbeit auf, heute ist das Rib, wie es kurz genannt wird, ...

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