BZ-Interview zur Erstaufnahme

Was Flüchtlinge in Freiburg jetzt zuallererst brauchen

Simone Lutz, Frank Zimmermann

Von Simone Lutz & Frank Zimmermann

Do, 20. August 2015 um 09:30 Uhr

Freiburg

In Freiburg baut das Regierungspräsidium unter Hochdruck eine provisorische Unterkunft für bis zu 500 Flüchtlinge. Klemens Ficht erklärt im BZ-Interview, was die Menschen zuallererst brauchen: ein Bett, Kleidung, Essen und Trinken.

Regierungsvizepräsident Klemens Ficht und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben in diesen Tagen alle Hände voll zu tun, um den Aufbau und die Organisation der bedarfsorientierten Erstaufnahmeeinrichtung in Freiburg – kurz BEA – voranzutreiben. Simone Lutz und Frank Zimmermann sprachen mit ihm über seine Arbeit und über die provisorische Flüchtlingsunterkunft, die schon Ende dieses Monats auf dem Sportplatz der Polizeiakademie an der Müllheimer Straße eröffnet werden soll.

BZ: Herr Ficht, können Sie uns erklären, was das Regierungspräsidium bei der Aufnahme von Flüchtlingen genau macht?
Ficht: Jedes der vier Regierungspräsidien in Baden-Württemberg ist zuständig für eine Landeserstaufnahmestelle. Wir als Regierungspräsidium sind verpflichtet, die Erstaufnahme im Regierungsbezirk Freiburg zu organisieren. In der Stadt Freiburg haben wir allerdings das Problem, dass erst Ende 2016 eine solche Aufnahmestelle auf dem Gelände der Polizeiakademie an der Müllheimer Straße eingerichtet werden kann.

1000 Flüchtlinge an einem einzigen Tag
BZ: Wie sieht diese Arbeit bei Ihnen im Haus konkret aus?
Ficht: Im Moment machen wir, das muss man so sagen, Krisenmanagement. Wir bekommen täglich die Flüchtlingszahlen und versuchen, die täglich ankommenden Menschen unterzubringen: ein Dach über dem Kopf, ein Bett, Kleidung, Hygieneartikel, Essen und Trinken. Alle drei Tage haben wir vier Regierungspräsidien eine Telefonschaltkonferenz, bei der wir besprechen, wie wir das realisieren können. Das ist alles nicht so einfach. Die größten Einrichtungen sind im Regierungsbezirk Karlsruhe, fast 70 Prozent der Flüchtlinge sind dort untergebracht. Im Regierungsbezirk Freiburg haben wir die schwierige Situation, dass wir wenig Konversionsflächen haben, also ...

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