Basketball

Freiburger Eisvögel scheitern im Pokal-Halbfinale

Georg Gulde

Von Georg Gulde

Sa, 23. März 2019 um 15:36 Uhr

Basketball

Die Basketballerinnen des USC Freiburg haben ihr Ziel krachend verfehlt. Der Erstliga-Aufsteiger verlor in Herne das Halbfinale um den deutschen Pokal überdeutlich mit 50:80 (32:42) gegen die Panthers Osnabrück.

Damit steht der Spitzenreiter der zweiten Liga Nord am Sonntag (15 Uhr) im Endspiel des so genannten Top-Four-Turniers. Gegner ist das Erstliga-Spitzenteam Herne, das gegen Marburg gewann. Die USC-Frauen bestreiten am Sonntag um 12 Uhr lediglich das Spiel um Rang drei. Damit können sie ihren Pokalsieg aus dem Jahr 2013 nicht wiederholen und auch nicht Nachfolger des zuletzt fünfmal in Serie erfolgreichen Cup-Siegers TSV Wasserburg werden.
Die Eisvögel erlebten gegen den Zweitligisten ihr blaues Wunder. Angeführt von der aus Herne stammenden U-18-Europameisterin und Spielmacherin Jenny Strozyk legte Osnabrück los wie die Feuerwehr. So sah sich USC-Trainerin Hanna Ballhaus bereits in der vierten Minute beim Stand von 4:10 gezwungen, eine Auszeit zu nehmen. Vor allem die Topscorerinnen Kristen Gaffney und Kelly Moten fanden gegen die Zonenverteidigung nicht in die Partie.

Der Zweitligist hatte die Spielweise der Freiburgerinnen glänzend analysiert. Und da er bei den Dreiern weit besser traf als der USC, lag der Außenseiter zeitweise mit 13 Punkten (28:41) und zur Halbzeit mit zehn Zählern zurück (32:42).
Doch das waren erst die ersten 20 Minuten. Die letzten 20 Minuten wurden ein Waterloo für den USC. Denn auch im dritten Viertel fanden die Eisvögel im Angriff kein Mittel gegen die reboundstarken Niedersachsen. Und als Sarah Olsen für Osnabrück, das von zahlreichen Fans angefeuert wurde, zu Beginn des dritten Viertels auch noch drei Dreier versenkte, wuchs der Rückstand auf 19, später gar auf 20 und zum Ende auf fast unglaubliche 30 Punkte an. Lediglich Kelly Moten fand nun in der Offensive bei den Eisvögeln statt. Und in der Defensive fiel Centerin Audrey-Ann Caron-Goudreau mit dem fünften Foul aus. Sieben Minuten vor Schluss (67:45) war das Spiel entschieden. Die Eisvögel wirkten wie aufgescheuchte Hühner, was auch Trainerin Ballhaus nicht abstellen konnte. Der Erstligist wurde vorgeführt, am Ende sogar demontiert. Es war kein gutes Omen für das in einer Woche beginnende Playoff-Viertelfinale gegen Wasserburg