Heimat der Wölfe

Freiburger Franz-Siegel-Halle wird zur "Echte Helden Arena"

Fabian Vögtle

Von Fabian Vögtle

Di, 10. September 2019 um 19:38 Uhr

EHC Freiburg

Am Sonntag beginnt für den EHC Freiburg mit einem Heimspiel gegen Ravensburg die neue Saison. Spieler und Fans verfolgen den Puck dann erstmals in der "Echte Helden Arena".

So heißt die Eissporthalle, die bisher nach dem Vereinsgründer Franz Siegel benannt war, ab sofort. Der Verein präsentierte die seit Wochen bereits feststehende Neuerung am Dienstag offiziell bei einer Pressekonferenz. Der Name der Halle an der Ensisheimer Straße wird nun erstmals vermarktet.

Mehr Aufmerksamkeit – mehr Spenden

Der bereits auf den Trikots präsente Sponsor AHP Merkle hat die Namenrechte erworben. Der Hersteller für Hydraulikzylinder aus Gottenheim wird jedoch nicht mit seinem Namen auf dem Stadiondach werben. "Das wäre auch schön gewesen, aber das bringt uns gar nichts", sagte Geschäftsführer Christen Merkle. Als soziales Unternehmen wolle man mit dem zusätzlichen Sponsoring – über die Summe wurde Stillschweigen vereinbart – indirekt der Initiative für die neue Kinder- und Jugendklinik ermöglichen, mehr Aufmerksamkeit und dadurch Spenden zu generieren.

Das soll mit dem in der Stadt bereits bekannten Label der Initiative – "Echte Helden" – gelingen. Es sei kein einfacher Weg gewesen, die alte Halle zu vermarkten, betonte EHC-Präsident Michael Müller. Aber mit Merkle habe man den passenden Partner für das tolle Projekt gefunden; "der hat einfach das Herz am rechten Fleck", sagte Müller.

"Das ist eine Win-Win-Win-Situation" Oberbürgermeister Martin Horn
Charlotte Niemeyer, Ärztliche Direktorin und Vorsitzende der Initiative, freut sich ebenso wie der Uniklinik-Chef Frederik Wenz über die Kooperation. Es gehe im Kern um die akut und chronisch kranken Kids – also die echten Heldinnen und Helden – und deren bestmögliche Genesung in einer familienfreundlichen Klinikumgebung. "Das ist eine Win-Win-Win-Situation", sagte Oberbürgermeister Martin Horn.

Er sei wegen des zunächst "martialisch" klingenden Namens skeptisch gewesen. Doch das sportliche Engagement mit dem Benefiz zu verbinden, sei eine grandiose Idee, die nun mit Leben gefüllt werde. Das Rathaus stehe voll hinter der Kooperation. Bereits vor der Sommerpause hatte auch der Gemeinderat in einer Sitzung ebenfalls sein ok zur Namensgebung für die nächsten drei Jahre gegeben.

Die in die Jahre gekommene Spielstätte, die gerade eine neue Lichtanlage bekommen hat, hat bis 2024 eine Betriebserlaubnis. Ob die Halle saniert wird oder ein Neubau möglich ist, steht noch nicht fest. Bis zum Ende des Jahres, kündigte OB Horn am Dienstag an, soll es eine richtungsweisende Entscheidung geben.