Unkomplizierte Soforthilfe

Freiburger Gastronomen dürfen ausnahmsweise ihre Außenflächen vergrößern

Joachim Röderer

Von Joachim Röderer

Fr, 08. Mai 2020 um 20:22 Uhr

Freiburg

Schnelle und unbürokratische Hilfe verspricht Oberbürgermeister Martin Horn den Freiburger Restaurants: Sie sollen mehr Platz zum Draußensitzen bekommen.

Freiburg will dem Beispiel anderer Städte im In- und Ausland folgen: Gastronomiebetriebe sollen nach Ende der Corona-Zwangspause überall da, wo es möglich ist, ihre Außensitzflächen erweitern können. Eine entsprechende Initiative hat jetzt Oberbürgermeister Martin Horn gestartet. Es gibt auch entsprechende Vorstöße von verschiedenen Ratsfraktionen.

Im Rathaus soll nun eine ämterübergreifende Arbeitsgruppe eingerichtet werden, die schnell und unbürokratisch bei der Umsetzung helfen soll. Horn: "Die Phase der Schließung war für viele Gastro-Betriebe teils existenzbedrohend, deswegen wollen wir sie in der Öffnungsphase nun auch besonders unterstützen."

Die Cafés und Restaurants in der Stadt können laut der jüngsten Verordnung der Landesregierung am 18. Mai wieder öffnen. Allerdings gelten eingeschränkte Betriebszeiten, besondere Hygienevorschriften und Abstandsregelungen. Zwischen den einzelnen Tischen muss mehr Platz als bisher gelassen werden. Ergo: Es können pro Lokal weniger Gäste bewirtet werden als zu normalen Zeiten. Darauf reagiert nun die Stadt mit der Ausnahmeregelung, die eine Ausweitung der Flächen erlaubt – auch wenn das, wie der Oberbürgermeister einräumt, sicher nicht an jeder Stelle möglich sein werde.

Gastronomen sind erleichtert

Der OB hat sich am Freitag mit Christoph Glück getroffen. Der Stadtrat der Fraktion FDP/Bürger für Freiburg ist örtlicher Vorsitzender des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga). Glück hatte eine entsprechende Idee schon vor Wochen in einem offenen Brief seiner Fraktion geäußert. "Ich bin dankbar, dass der Oberbürgermeister nun die Initiative ergriffen hat und dass es so auch schnelle Hilfe geben soll", so Glück. Horn hat dem Dehoga einen Brief geschrieben, der nun an alle Freiburger Wirte gehen soll.

Wegen der Corona-Pandemie mussten alle Lokale im Land am 21. März ihre Türen schließen. Der Gastronomen-Verband rechnet damit, dass etwa jeder dritte Betrieb wegen der Zwangspause von Insolvenz bedroht ist.

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