Auszeichnung

Freiburger Max-Planck-Forscherin erhält renommierten Leibniz-Preis

Frank Zimmermann

Von Frank Zimmermann

Do, 10. Dezember 2020 um 20:49 Uhr

Südwest

Die bedeutendste deutsche Forschungsauszeichnung geht nach Freiburg. Die Molekularbiologin Asifa Akhtar erhält den Leibniz-Preis für ihre Arbeit zur Regulierung des Erbguts.

Auch in diesem Jahr geht die bedeutendste deutsche Forschungsauszeichnung, der Leibniz-Preis, nach Freiburg, und zwar wie schon vor drei Jahren an das Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik (MPI-IE). Gewinnerin des mit 2,5 Millionen Euro dotierten Preises der Deutschen Forschungsgemeinschaft ist diesmal die Molekularbiologin Asifa Akhtar, sie erhält ihn für ihre Arbeit zur Regulierung des Erbguts.

Nach Stationen in London, München und Heidelberg kam die Pakistanerin 2009 ans MPI-IE. Seit 2013 ist die 49-Jährige dort Direktorin der Abteilung für Chromatin-Regulierung, zudem ist sie Vize-Präsidentin der Max-Planck-Gesellschaft und seit 2019 auch Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina.

"Mit ihrem Freiburger Team erforscht Akhtar epigenetische Mechanismen, die zusätzlich zu den Genen in den Zellen wirken", wie es in einer Pressemitteilung des MPI-IE heißt. Im Fokus stünden dabei Moleküle, die das Chromatin – die Verpackung der DNA – veränderten und damit eine wichtige Rolle bei der Kontrolle der Aktivität von Genen spielten. "Ich fühle mich unglaublich geehrt, diesen Preis zu erhalten", freute sich Akhtar, die ihren Mitarbeitern dankte; deren Engagement und harte Arbeit hätten die Auszeichnung ermöglicht.
Leibnizpreis

Der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis ist eine der höchstdotierten Auszeichnungen der deutschen Wissenschaft. Am 5. Dezember hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) die Preisträger für das Jahr 2020 bekannt gegeben. Gleich zwei der zehn Preise gehen in den Südwesten: Neben Marco Prinz wurde auch die Literaturwissenschaftlerin Juliane Vogel von der Universität Konstanz ausgezeichnet. Die Geehrten können das Preisgeld von 2,5 Millionen Euro bis zu sieben Jahre lang nach eigenen Vorstellungen für ihre Forschungen verwenden. Verliehen werden die Preise im kommenden Frühjahr. kam