Solarpreis

Freiburger Rathaus ist größtes öffentliches Netto-Nullenergie-Gebäude Europas

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

So, 20. September 2020 um 14:30 Uhr

Freiburg

Der ovale Rathauskomplex im Stühlinger ist erneut ausgezeichnet worden. Diesmal mit dem Solarpreis. Die Jury würdigt höchste ästethische Ansprüche mit höchster Energieeffizienz verbinde.

Nach dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie "Nachhaltiges Bauen" vor knapp zwei Jahren ist das neue Rathaus an der Fehrenbachallee am Samstag in Münster mit dem Deutschen Solarpreis gewürdigt worden. In der Kategorie "Solare Architektur und Stadtentwicklung" gewann es als "das europaweit größte öffentliche Netto-Nullenergie-Gebäude", so die Jury. Es erzeugt während eines Jahres mehr Energie als es verbraucht. Die überschüssige Energie wird ins Netz eingespeist.

In derselben Kategorie wurde der Preis auch für die ressourcenschonende Sanierung einer Kindertagesstätte in Kempten vergeben. Preise gab es in vier weiteren Kategorien, etwa für Unternehmen oder Vereine.

In der Würdigung der Jury heißt es, die Stadt Freiburg und das ausgezeichnete Architektenteam von "ingenhoven architects" hätten ein bauliches Statement geschaffen, das zeige, wie sich höchste Energieeffizienz und höchste ästhetische Ansprüche harmonisch vereinen ließen. Manuela Riesterer, verantwortliche Architektin der Stadtverwaltung für das 82,5 Millionen Euro teure Rathaus, nahm den Preis entgegen.

Oberbürgermeister Martin Horn freute sich in einer Stellungnahme über die "beeindruckende Bestätigung für die stetigen Bemühungen der Stadt in Sachen Nachhaltigkeit" und dankte seinem Vorgänger Dieter Salomon, der das Projekt vor Jahren maßgeblich auf den Weg gebracht hatte.

Seit 1994 verleiht der Verein Eurosolar einmal im Jahr die undotierte Auszeichnung, die von Hermann Scheer, dem verstorbenen Träger des Alternativen Nobelpreises ins Leben gerufen wurde.