Dünner als andere in Deutschland

Simone Höhl

Von Simone Höhl

Fr, 24. Mai 2019

Freiburg

Freiburger und Emmendinger Teilnehmer von Nako-Studie.

FREIBURG (si). Seit fünf Jahren läuft in Deutschland eine der größten Gesundheitsstudien weltweit, die Nako-Studie. Unter den insgesamt 200 000 Teilnehmern sind auch 10 000 aus Freiburg und dem Landkreis Emmendingen. Unter diesen sind knapp 60 Prozent der männlichen und 41 Prozent der weiblichen Probanden übergewichtig oder adipös – damit sind sie deutlich dünner als im bundesweiten Durchschnitt, wie die Freiburger Uniklinik mitteilt. "Vielleicht hat es ja damit zu tun, dass Freiburg eine Fahrradstadt ist", sagt Projektleiterin Karin Michels, Direktorin des Instituts für Prävention und Tumorepidemiologie. "Auch in der Fahrradstadt Münster waren die Untersuchten schlanker als im bundesdeutschen Durchschnitt."

Das ist nur eins von vielen Ergebnissen, die die Freiburger Forscher aus den gesammelten Daten der Probanden herauslesen konnten. Zehn Jahre wird die Langzeit-Bevölkerungsstudie insgesamt dauern, bis jetzt wurden dafür allein in Freiburg über 1,1 Millionen Blut-, Speichel-, Nasenabstrich- und Urinproben gesammelt und eingefroren.

Aus den eingelagerten Biomaterialien wird in den kommenden Jahren ermittelt, ob frühe Anzeichen einer Erkrankung messbar waren. Die Forscher hoffen, mit den Daten den Ursachen für Volkskrankheiten wie Krebs, Schlaganfall, Parkinson oder Demenz auf die Spur zu kommen und neue Ansätze für Prävention, Behandlung und Forschung zu finden.