Coronavirus

Freiburgs OB Martin Horn fordert Ausnahme für Kleinkinder bei Kontaktbeschränkungen

Joachim Röderer

Von Joachim Röderer

Fr, 08. Januar 2021

Freiburg

Kontaktregeln für Kleinkinder.

(rö). Von Montag an gelten strengere Kontaktbeschränkungen. Treffen sind dann nur noch mit einer einzigen Person möglich, die nicht im eigenen Haushalt lebt. Oberbürgermeister Martin Horn fordert bei diesem Punkt von der Landesregierung eine Nachbesserung. Die Regelung müsse so gefasst werden, dass "die Bedürfnisse kleiner Kinder mitbedacht werden", so der OB und Familienvater in einem Facebook-Post. Kleinere Kinder und Babys sollten bei der neuen Regelung nicht mitgezählt werden, so Horns Vorschlag. Andernfalls könnten die Vorgaben für kleine Kinder faktisch zu einem Kontaktverbot mit Gleichaltrigen werden. Denn, so der OB, wenn ein dreijähriges Kind derzeit nicht den Kindergarten besuchen kann, könne es auch kein anderes Kind sehen: "Schließlich kann man von kleinen Kindern nicht erwarten, dass sie sich ohne Elternteil mit anderen Kindern treffen." Ansonsten unterstützt Horn die Verlängerung des Lockdown.

Zwei Menschen an oder mit Covid-19 gestorben

Das Gesundheitsamt hat am Donnerstag für die Stadt Freiburg und den Kreis Breisgau-Hochschwarzwald je einen weiteren Todesfall in Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet. Seit Beginn der Pandemie sind in Stadt und Kreis damit 235 Infizierte gestorben. Die Gesundheitsbehörde meldete zudem 85 Neuinfektionen – 34 für die Stadt, 51 für den Landkreis.

Die Zahl der stationär behandelten Corona-Patienten ist vergangene Woche von 149 auf 135 gesunken. Die Uni behandelt derzeit 72 Covid-19-Erkrankte, davon 28 beatmet, das Uni-Herzzentrum Bad Krozingen 12, davon 7 beatmet. Das Diakonie-Krankenhaus Freiburg betreut 9 Infizierte (1 beatmet), St. Josefskrankenhaus 10 (2 beatmet) und das Lorettokrankenhaus 11 (nicht beatmet). Die Zahlen der Helios-Kliniken: Müllheim 7 Corona-Patienten (1 beatmet), Breisach 7 (nicht beatmet), Titisee-Neustadt 7 (1 beatmet).