Debatte nach dem Amoklauf

Freiwillige im Fronteinsatz – Personalmangel bei der Polizei

Franz Schmider

Von Franz Schmider

Mo, 27. September 2010 um 20:35 Uhr

Südwest

Die Gewerkschaft der Polizei im Land sowie die SPD-Fraktion verlangen Aufklärung über die Umstände des Polizeieinsatz beim Amoklauf in Lörrach am 19. September. Hintergrund ist, dass bei dem Schusswechsel mit der Amokläuferin auch ein Polizeifreiwilliger beteiligt war, der für derartige Einsätze nicht ausgebildet ist.

Die Personaldecke der Polizei ist extrem dünn. Zumal in Südbaden, wo ein Beamter freimütig einräumt: "Wir gehen auf dem Zahnfleisch." Neben dem normalen Dienst und den Großeinsätzen bei Bundesligaspielen sind seit einigen Wochen allein 75 Beamte abgestellt sind zur Überwachung von drei Gefangenen, die aus der Sicherungsverwahrung freigekommen sind.

Diese Zahl, die bisher wie ein Dienstgeheimnis behandelt wurde, nennt das Innenministerium selbst nun in der von ihm herausgegebenen Polizeizeitung. Das entspricht in etwa der Besetzung des Polizeireviers der Kreisstadt Lörrach mit knapp 50.000 Einwohnern. Hinzu kommt der Dauereinsatz am Bauzaun in der Landeshauptstadt, wo nahezu täglich gegen das Großprojekt Stuttgart 21 demonstriert wird.

Polizeifreiwillige helfen am Wochenende
Auch am 19. September war eine ...

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