Frischwasser wird teurer

Reiner Beschorner

Von Reiner Beschorner

Fr, 19. Februar 2021

Hohberg

Gebührenerhöhung in Hohberg.

(rb). Die Einwohner von Hohberg müssen knapp zwölf Prozent mehr für das Frischwasser bezahlen. Der Gemeinderat hat die Erhöhung der Verbrauchsgebühr von 2,33 auf 2,60 Euro pro Kubikmeter zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer von derzeit sieben Prozent einstimmig beschlossen. Die Grundgebühr für Wasserzähler von 25,68 Euro (inklusive Umsatzsteuer) wird für das Jahr 2021 nicht erhöht.

Die steigenden Gebühren sind in erster Linie umfangreichen Investitionen in das Versorgungsnetz geschuldet. Im Wirtschaftsplan 2021 des Eigenbetriebs Wasserversorgung sind allein für den Hochbehälter in Diersburg 500 000 Euro, für die Leitungsbauarbeiten 937 000 Euro, für die Erneuerung des Sammelschachts an der Judenwaldquelle 210 000 Euro und für die neue Transportleitung in der Lindenstraße 77 000 Euro eingestellt. Rund 2450 Haushalte werden jährlich mit knapp 340 000 Kubikmetern Frischwasser versorgt.

Die Neukalkulation hatte eine kostendeckende Gebühr von 2,62 Euro pro Kubikmeter ergeben, in denen die kalkulatorische Verzinsung von 180 000 Euro nicht enthalten ist. Diese dazu gerechnet, ergäbe sich eine Gesamtnettogebühr von 2,97 Euro/Kubikmeter. Aufgrund der Zinsentwicklung am Kreditmarkt hat die Verwaltung vorgeschlagen, den anzuwendenden Zinssatz von aktuell drei Prozent auf 2,5 Prozent zu senken. Sollte sich die derzeitige Zinspolitik fortsetzen, sei mittelfristig eine weitere Senkung auf zwei Prozent angedacht, so Kämmerer Christof Kaiser.

Die Abwassergebühr bleibt unverändert

Im Gegensatz zu den Frischwasser- sollen die Abwassergebühren für 2021 nicht erhöht werden. Sie wurden im Jahr 2019 mit 1,85 Euro pro Kubikmeter der Kläranlage zugeleitetes Schmutzwasser und 0,24 Euro je Quadratmeter versiegelter Grundstücksfläche festgelegt. Eine unveränderte Abwassergebühr ist dem Kommunalabgabe-Gesetz geschuldet, demzufolge gebührenrechtliche Überdeckungen innerhalb von fünf Jahren zu verrechnen sind. Diese betrugen im Wirtschaftsjahr 2018 knapp 32 500 Euro und im Jahr 2019 rund 42 000 Euro.