Tschüss Zettelwirtschaft!

Für städtische Kindertagesstätten in Lahr ist eine Smartphone-App geplant

Mark Alexander

Von Mark Alexander

Fr, 10. Juli 2020 um 11:20 Uhr

Lahr

Zum neuen Kindergartenjahr ist eine App für Smartphones und Tablets angedacht, die Eltern und Stadtverwaltung die Kommunikation erleichtert. 950 Elternpaare können davon profitieren.

"Der persönliche Kontakt soll weiterhin im Vordergrund stehen", sagte Cornelia Guth vom Amt für Soziales, Schulen und Sport am Mittwoch im Sozialausschuss. Gleichzeitig soll die App den Austausch besser strukturieren und die Administration vereinfachen. 950 Elternpaare könnten davon profitieren, hieß es im Ausschuss für Soziales, Schulen und Sport. Es handelt sich um die Eltern, deren Nachwuchs eine der elf städtischen Einrichtungen besucht (neun Kindertagesstätten und zwei Horte).

Neues aus der Kita über Push-Nachrichten

Die Vorteile: Die App soll Eltern zeitnah informieren, beispielsweise über Push-Nachrichten auf das Smartphone. Termine könnten so besser koordiniert werden, auch Krankmeldungen sollen auf diesem Weg möglich sein. Zudem könnten sich Eltern besser vernetzen, die App eine Alternative zu Chatgruppen werden.

"Das Angebot wird für die Eltern kosten- und werbefrei", sagt Guth. Bei der Auswahl des Anbieters werde dem Datenschutz Priorität eingeräumt. Die Stadtverwaltung rechnet mit Kosten von 6300 Euro pro Jahr. Guth: "Das amortisiert sich schnell. Wir sparen dadurch Papier und Zeit." Der Kauf weiterer Tablets soll die Grundlage schaffen.

Schulleiterin berichtet von guten Erfahrungen

"Haben überhaupt alle Eltern Smartphones?", fragte Dorothee Granderath (Grüne). "Wir wollen keine Zwei-Klassen-Gesellschaft." Die Stadt versprach, dies abzufragen. Rausan Öger (Linke Liste Lahr & Tierschutzpartei) befürchtete Probleme, wenn es die App nicht in mehreren Sprachen geben sollte. Diana Frei (SPD), Leiterin der Schutterlindenbergschule, berichtete indes von guten Erfahrungen mit einer ähnlichen App an der Schule. "Mehr als zwei Drittel nutzen sie." Eine einheitliche Lösung wäre auch für den Schulbereich erstrebenswert, findet Frei.