Neue Bleibe

Garage beim Pfarrhaus in Schuttertal wird Treffpunkt für die Ministrantengruppe

Beate Zehnle-Lehmann

Von Beate Zehnle-Lehmann

So, 25. April 2021 um 16:00 Uhr

Schuttertal

60 Kinder und Jugendliche sollen damit einen neuen Treffpunkt bekommen – ihren alten hatten sie mit dem Umbau der Alten Pfarrscheune verloren.

Die Garage beim Pfarrhaus in Schuttertal soll zum Jugendraum für die Ministranten umgebaut werden. Damit wird die starke Gruppe mit 60 Kindern und Jugendlichen einen neuen Treffpunkt bekommen.

Ihr vorheriger Raum in der Alten Pfarrscheune, die derzeit zu einem Seniorenwohnprojekt umgebaut wird, ging dadurch verloren. Nachdem der Gemeinderat seine Zustimmung für das Bauvorhaben zugesagt hat, können die langen Planungen nun in eine konkrete Phase übergehen.

Die Schuttertaler Ministrantengruppe ist die größte der Seelsorgeeinheit Kirche an der Schutter. Seit der Umgestaltung der Pfarrscheune ist sie quasi heimatlos, deshalb hatte sich die katholische Kirchengemeinde vor zwei Jahren auf die Suche nach neuen Räumen aufgemacht. Zwar hätten die Minis auch in den neuen Gemeinschaftsräumen der Alten Pfarrscheune unterkommen können: "Das wäre aber für eine Jugendgruppe nicht passend", meint Johannes Mette, Pfarrer und Leiter der Kirche an der Schutter.

Einige Optionen wurden verworfen

Ihm liege das Projekt auch persönlich am Herzen, sagt er, denn die große Gruppe sei kirchlich und gesellschaftlich sehr stark engagiert im Ort und brauche einen unabhängigen Treffpunkt. Nachdem mehrere Optionen, unter anderem auch im Keller des Pfarrhauses, aus unterschiedlichen Gründen wieder verworfen werden mussten, kam die Idee zum Umbau der Garage. Sie gehört zum Pfarrhaus und wird von den dort lebenden indischen Patern genutzt. "Diese Idee hat gezündet", so Mette. "Wir werden auf Spenden angewiesen sein, vieles aber auch in Eigenleistung tun können, mithilfe der teils schon erwachsenen Minis und Helfern."

Für die Koordination zuständig und Ansprechpartnerin ist die Gemeindereferentin Marisa Feger-Zeller. Sie begleitet die Ministranten der Seelsorgeeinheit bereits seit zehn Jahren. "Das Projekt kann endlich Fahrt aufnehmen" erklärt sie auf Anfrage der BZ. Alle Minis in Schuttertal stünden in Startposition und seien hochmotiviert. Die Gruppe wieder beheimaten zu können, sei ein langersehntes Vorhaben. Nachdem die Baugenehmigung nun vom Gemeinderat bewilligt wurde, könnten weitere Schritte folgen wie etwa das Erstellen eines Finanzplans. "Die Ministranten können sich im Projekt einbringen, etwas mitentwickeln und verwirklichen, um dann wieder Gemeinschaft leben zu können", so Feger-Zeller. Mit einem selbstgedrehten Film, der an diesem Wochenende intern an Minis, Eltern und das Gemeindeteam geht, soll der Plan vorgestellt werden.

Oberministrant findet den Treffpunkt perfekt

Martin Wölfle, Oberministrant in Schuttertal, findet die Garage als neuen Treffpunkt "perfekt". Der 23-Jährige hätte nicht gedacht, sagt er, dass letztlich eine Garage die Lösung sein werde. "Damit sind wir unabhängig und flexibel." Die räumliche Trennung zur Pfarrscheune sieht er für beide Seiten als gute Lösung an, die für alle einen Rückzugsort garantiere. "Das schließt gemeinsame Aktionen mit den älteren Menschen dort natürlich nicht aus. Das wollen wir gerne", betont Wölfle. Ein weiterer Vorteil sei, dass die Zufahrt zur Garage, die auch Außenbereich der Pfarrscheune ist, künftig autofrei wird. Denn es wird neue Parkplätze an der Straße vor dem Pfarrhaus geben.