Gedränge auf den Stühlen

skk

Von skk

Mo, 21. Oktober 2019

Hüfingen

Rat diskutiert Baulandpreise.

HÜFINGEN (jak). Zuletzt war das Interesse an einer Gemeinderatssitzung so groß, als es um das Konzept für die Ortsteilkindergärten ging. Dieses Mal waren es die Bauplatzpreise für das Neubaugebiet Mundelfingen, die auf so großes Interesse stießen, dass die sonst meist leeren Besucherstühle nicht ausreichten. Wie viel soll der Quadratmeter Bauland im Neubaugebiet "Breiten II" betragen? Ein Thema, das nicht nur die potenziellen Bauherren und die Mundelfinger betrifft, denn alle anderen Ortsteile bekommen schließlich auch Neubaugebiete. So kommt es auch äußerst selten vor, dass sich gleich alle fünf Ortsvorsteher zu einem Thema zu Wort melden: Der Tenor von Christoph Martin (Behla), Werner Bäurer (Fürstenberg), Hans-Peter Münzer (Hausen vor Wald), Kathrin Schwarz (stellvertretende Ortsvorsteherin Mundelfingen) und Ancilla Batsching (Sumpfohren) war grundsätzlich gleich: Zu hohe Baupreise würden dafür sorgen, dass Einheimische nicht vor Ort bauen können. Da die Ortsteile grundsätzlich weniger Infrastruktur bieten, als die Kernstadt, sei auch das Leben dort mit Mehrausgaben verbunden. Daher müsse es ein Preisgefälle geben. Und letztendlich handle es sich, wenn der Quadratmeterpreis 149 Euro beträgt, um eine Steigerung um 50 Prozent im Vergleich zum letzten Neubaugebiet. Der Gemeinderat befürwortete dennoch mehrheitlich den Verwaltungsvorschlag von 149 Euro. Die Verwaltung hatte argumentiert, dass die Stadt laut Gemeindeordnung Grundstücke nicht unter Marktwert verkaufen dürfe. Bauplätze wären ein beschränktes Gut. Auch städtische Infrastrukturmaßnahmen müssten finanziert werden.

In Mundelfingen sollen im Neubaugebiet "Breiteln II" auf 2,3 Hektar 25 Bauplätze entstehen.