Gegen freiwillige Feriendienste

Axel Habermehl

Von Axel Habermehl

Di, 19. Mai 2020

Deutschland

Hauptpersonalrat widerspricht.

STUTTGART (hab). Die Beschäftigtenvertretung von Lehrern fast aller Schularten in Baden-Württemberg wendet sich gegen Notbetreuungsdienste in den Pfingstferien. Der Hauptpersonalrat der Grund-, Haupt-, Werkreal-, Real- und Gemeinschaftsschulen sowie für Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren hat einer freiwilligen Abstellung von Lehrern für eine Betreuung in den Ferien widersprochen. Das geht aus einem Schreiben des Vorsitzenden Alfred König an Schulleitungen hervor, das der Badischen Zeitung vorliegt. Der Hauptpersonalrat vertritt rund 69 000 Beschäftigte gegenüber dem Kultusministerium.

"Die Lehrkräfte und insbesondere Sie als Schulleitung sind aktuell stark belastet und haben in der Umsetzung des Präsenzunterrichts und dem parallel aufrecht zu erhaltenen Fernunterricht große Herausforderungen zu bewältigen", begründet König die ablehnende Haltung. "Sie als Schulleitung und alle Lehrkräfte haben die Möglichkeit NEIN (Hervorhebung im Original, d. Red.) zu sagen und müssen nicht zur Notbetreuung an Ferientagen und in den Ferien zur Verfügung stehen." Ein Betreuungsangebot könne es "allenfalls auf freiwilliger Basis" geben.