Bundesliga

Gegen Nürnberg feierte der SC Freiburg mit 5:1 seine Abschlussgala

Toni Nachbar

Von Toni Nachbar

So, 19. Mai 2019 um 14:56 Uhr

SC Freiburg

Der Sonntag Der Sportclub hat seinen Fans ein schönes Saisonfinale bereitet und am letzten Bundesliga-Spieltag den bereits abgestiegenen 1. FC Nürnberg mit 5:1 (2:0) besiegt.

Einen Sieg konnte und wollte SC-Trainer Christian Streich vor dem letzten Spieltag nicht versprechen. Dafür aber, dass seine Schützlinge gegen den "Club" mit aller Entschlossenheit eine gute Leistung bieten werden. Mike Frantz und seine Kollegen hielten gestern Nachmittag bei idealem Fußballwetter Wort und bescherten ihrem Anhang ein Schützenfest.

Eine Überraschung – und doch auch nicht – war in der Freiburger Aufstellung Reservetorhüter Mark Flekken, der Stammkeeper Alexander Schwolow ersetzte. Der Niederländer, auf den man beim Sportclub große Stücke hält, erledigte gestern alle ihm gestellten Aufgaben souverän und sicher. Lediglich gegen den Volley-Schuss des Nürnberger Mittelfeldspielers Eduard Löwen (69.) war er machtlos. Doch zu diesem Zeitpunkt führte der Sportclub bereits mit 5:0 und den Torschützen aus Franken umarmte oder beglückwünschte kein einziger Mitspieler mehr...

Denn bis dahin hatte der "Club" in Freiburg einen sehr bitteren Nachmittag erlebt. Zum feststehenden Abstieg gesellte sich zwar eine anständige Leistung am letzten Spieltag, aber auch zahlreiche Unzulänglichkeiten im Abwehrverhalten, die die SC-Spieler gnadenlos ausnützten. Zuvorderst der ebenfalls etwas unerwartet aufgebotene Marco Terrazzino, der sich in der 7. Minute durch die Nürnberger Hintermannschaft drängte und von der Strafraumgrenze das 1:0 markierte.

Fortan erlebte das Publikum im ausverkauften Schwarzwaldstadion einen dominanten Sportclub, der mal gemächlich das Spiel kontrollierte, mal das Tempo verschärfte, aber vor allem durch Effizienz bestach. So ließ sich SC-Torjäger Nils Petersen nicht die Chance zu einem Doppelschlag nach der Pause entgehen, und ebenso Grifo, der seinen (vorläufigen?) Abschied aus Freiburg mit dem letzten SC-Saisontor besiegelte.

Wieder einmal erschallte danach das "Zweite Liga, nie mehr, nie mehr", durch das Freiburger Stadion, auf den Tribünen schwappte die "La-ola-Welle" und Pfiffe waren nur zu vernehmen, wenn an der Arena-Tafel die Treffer der Münchner Bayern gegen Eintracht Frankfurt aufblinkten.

Nun ist der Moment gekommen, an dem von hier aus ein Kompliment ans Nürnberger Publikum gehen soll: Die mehr als 2000 fränkischen Fans, die gestern nach Freiburg gereist waren, unterstützten ihren "Club" lautstark, egal ob es 0:0, 0:2 oder 0:5 stand. Den Gästesektor zierte außerdem ein Banner mit dem trotzigen Text "Die Legende wird aufsteigen". Auch der Freiburger Stadionsprecher verriet ein gutes Gespür für die Stimmungslage der Anhängerschaft dieses ruhmreichen Traditionsvereins und fand nach dem Schlusspfiff tröstende Worte für den Absteiger, der ab Sommer in der zweiten Liga spielen muss. Das glückliche Freiburger Publikum indes stimmte weiterhin Jubelgesänge an und freute sich auf die Party mit seinen Lieblingen bei Freibier und Rock.

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