Neue Regeln

Rente, Kindergeld, Mieterrechte: Was sich im Jahr 2019 ändert

bas,mul,bü, dpa, afp

Von Barbara Schmidt, Wolfgang Mulke, Wolfgang Büser, dpa & afp

Mo, 31. Dezember 2018 um 10:16 Uhr

Wirtschaft

BZ-Plus Neues Jahr, neue Regeln, neue Beitragssätze. Unterm Strich dürften die meisten Bürger 2019 mehr Geld in der Tasche haben als 2018: Die wichtigsten Änderungen im Überblick.

Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung sinkt, jener zur Pflegeversicherung steigt. Rentner können sich auf eine Erhöhung ihrer Bezüge freuen, Mieter auf eine Stärkung ihrer Rechte. Manches wird günstiger, anderes teurer, doch unter dem Strich dürften die
meisten Bürgerinnen und Bürger 2019 mehr Geld in der Tasche haben als 2018, darin sind sich Konjunkturexperten und Verbraucherschützer einig. Vielen Dieselfahrern droht mit dem Jahreswechsel allerdings auch Ungemach – durch Fahrverbote in mehreren Städten. Die wichtigsten Änderungen im Überblick:
Für Arbeitnehmer
Entlastung bei Sozialabgaben: Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung sinkt zum 1. Januar 2019 um einen halben Prozentpunkt auf 2,5 Prozent vom Bruttolohn. Bei einem Bruttolohn von monatlich 2500 Euro bringt das eine jährliche Entlastung von 75 Euro. Günstiger wird für Arbeitnehmer auch die gesetzliche Krankenversicherung, denn Arbeitgeber zahlen künftig wieder die Hälfte des Zusatzbeitrags. Den regulären Beitragssatz von 14,6 Prozent tragen ohnehin beide Seiten zu gleichen Teilen. Von Neujahr an wird das auch beim Zusatzbeitrag so sein, den jede Krankenkasse individuell erhebt. Bei einem Bruttoverdienst von 2500 Euro und einem Zusatzbeitrag von einem Prozent wird der Versicherte um 12,50 Euro im Monat entlastet. Belastung bei Sozialabgaben: Allerdings wird der Beitrag zur Pflegeversicherung teurer: Er steigt zum Jahreswechsel von 2,55 auf 3,05 Prozent des Bruttoeinkommens. Wer keine Kinder hat und älter als 23 Jahre ist, bekommt sogar 3,3 Prozent abgezogen. Höhere Bemessungsgrenzen: Gutverdienende Arbeitnehmer müssen sich auf höhere Beiträge zur Sozialversicherung einstellen, denn wie in jedem Jahr werden die Beitragsbemessungsgrenzen angehoben. Wer monatlich bis zu 6700 Euro verdient, muss Rentenbeiträge einzahlen. Bei der gesetzlichen Krankenversicherung liegt die Grenze künftig bei 4537,50 Euro (bisher: 4425 Euro). Der Höchstbeitrag steigt dadurch nach Berechnung der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen gut acht Euro auf 331,24 Euro im Monat. Doch bringt der Jahreswechsel überwiegend gute Nachrichten für Verbraucher. "Unterm Strich bringt das Jahr 2019 für fast alle mehr Geld", so das Fazit der Verbraucherschützer. Auch für den Konjunkturexperten Roland Döhrn vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) steht fest: "Die meisten Verbraucher werden mehr Geld in der Geldbörse haben." Plus ...

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