Geld für Notstromaggregate

Daniel Hengst

Von Daniel Hengst

Sa, 13. Juni 2020

Denzlingen

Wasserversorgungsverband Mauracherberg zieht Bilanz für 2019.

(dh). Der Wasserversorgungsverband Mauracherberg verkaufte 2019 an seine sieben Mitgliedskommunen weniger Wasser als im Vorjahr. "In erster Linie ist die geringere Abnahmemenge auf die Teilabnehmer Waldkirch und Glottertal zurückzuführen, die stärker auf eigene Quellschüttungen zurückgreifen konnten", sagte Christian Klemm, der den Jahresabschluss 2019 der Verbandsversammlung präsentierte.

Größte Investition sei die Notstromversorgung für die Brunnen und Hochbehälter gewesen, sagte der kaufmännische Betriebsleiter. "Wir stellen die Wasserversorgung von 44 000 Menschen sicher", hob Verbandsvorsitzender Markus Hollemann hervor. Die Umsatzerlöse des Verbands betrugen 1,35 Millionen Euro, die Aufwendungen mehr als 1,34 Millionen Euro, an Steuern wurden etwa 3600 Euro fällig. "Der Jahresgewinn liegt bei null Euro, da wir mit dem umlagefinanzierten Haushalt weder Gewinn noch Verlust erzielen dürfen", sagte Klemm.

"2019 wurden 1,88 Millionen Kubikmeter Wasser verkauft, fast 300 000 Kubikmeter weniger als 2018", so Klemm. Die Summe der Vorauszahlungen, die sich am Vorjahr orientierten, übersteige die tatsächlichen Kosten, weshalb an die Kommunen rund 102 000 Euro erstattet werden. Darüber können sich Denzlingen, Vörstetten, Reute, Glottertal, Heuweiler und Emmendingen, dessen Ortsteil Wasser versorgt wird, freuen. Waldkirch hat eine Nachzahlung von 19 000 Euro zu leisten. Die Aufwendungen für Material und Unterhaltung seien geringer ausgefallen als der Planansatz. Steigerungen bei den Lohnkosten entstanden durch Tariferhöhungen sowie durch gestiegene Kosten an Feiertagen und Wochenenden, die laut Klemm nicht ausreichend genug berücksichtigt wurden. Die Zinsaufwendungen wurden um rund 10 000 Euro gesenkt. "Der Kassenbestand hat es möglich gemacht, einen benötigten Kredit später aufzunehmen, und eine Umschuldung eines Kredites hat sich ebenfalls positiv ausgewirkt."

Die Investition in stationäre und mobile Notstromaggregate habe mit 660 000 Euro zu Buche geschlagen, wobei Teile der Kosten bereits 2018 verbucht wurden, der Großteil mit rund 481 000 Euro 2019, sagte Klemm. "Sollte der Strom über mehrere Tage ausfallen, dann ist zumindest die Wasserversorgung sichergestellt." Die Aggregate würden mit Diesel betrieben, erklärte der technische Betriebsleiter Uwe Nübling. Der Vorrat an Diesel reiche für etwa zwei Wochen. In Krisen sei der Nachschub gesichert.

Größere Posten waren laut Klemm der Umbau der 20 -KV-Anlage am Hochbehälter Einbollen mit 26 000 Euro und der Kauf neuer Wasserzähler für etwa 5400 Euro. Investiert wurden rund 567 000 Euro, etwa 102 000 Euro weniger als geplant. Von der Bilanzsumme mit 4,8 Millionen Euro entfielen 4,5 Millionen Euro auf das Anlagevermögen, der Rest auf das Umlaufvermögen. Das Eigenkapital beläuft sich auf 2,5 Millionen Euro, die Verbindlichkeiten auf 2,15 Millionen Euro.