Gemeinde Stein will Wasser aus Bad Säckingen

Axel Kremp

Von Axel Kremp

Mi, 20. Mai 2020

Bad Säckingen

Verhandlungen sind in Gang.

BAD SÄCKINGEN/STEIN (akr). Wenn es klappt, wäre es ein neues Kapitel der interkommunalen Zusammenarbeit über die Staatsgrenze hinweg. Die Schweizer Gemeinde Stein will Trinkwasser aus Bad Säckingen beziehen. Über entsprechende Verhandlungen mit den Bad Säckinger Stadtwerken berichtete Steins Gemeindeschreiber Sascha Roth in der jüngsten Sitzung des Bad Säckinger Gemeinderats.

Roth war mit Vertretern der IBA Basel über die Grenze gekommen, um beim Bad Säckinger Gemeinderat für die Annahme des grenzüberschreitenden Radwegprojekts von Bahnhof zu Bahnhof zu werben. Dabei erinnerte er daran, dass grenzüberschreitende Ver- und Entsorgungsverbindungen eine lange Tradition haben. Selbst während des zweiten Weltkriegs sei Stein mit Gas aus Säckingen versorgt worden. Und das Abwasser aus den Schweizer Gemeinden Eiken, Münchwilen, Sisseln und Stein werde seit vielen Jahren in der Bad Säckinger Kläranlage entsorgt. Der Kanal werde über die Fridolinsbrücke nach Deutschland geführt. Aktuell, so Roth weiter, müsse die Gemeinde Stein ihre Wasserversorgung erneuern. Die von der Gemeindeverwaltung favorisierte Lösung wäre der Bau einer Wasserleitung von Bad Säckingen in die Schweizer Nachbargemeinde. Die entsprechenden Verhandlungen mit den Stadtwerken Bad Säckingen laufen.