Kirche

Gemeindepartnerschaft zwischen Freiburg und Peru feiert 30-jähriges Bestehen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 10. Dezember 2019 um 12:54 Uhr

Freiburg

Seit 1989 unterstützen katholische Gemeinden im Freiburger Westen eine Pfarrei in der peruanischen Hauptstadt Lima. Nun war anlässlich des Jubiläums wieder eine Delegation vor Ort.

Seit 30 Jahren unterhalten die beiden katholischen Pfarreien Heilige Familie in Mooswald und St. Cyriak in Lehen eine Gemeindepartnerschaft mit der Pfarrei San Pedro de Chorrillos in Lima. Der runde Geburtstag war der Anlass, dass eine Delegation aus Freiburg von Mitte November bis Anfang Dezember drei Wochen lang in das südamerikanische Land reiste.

Der insgesamt vierte Besuch in drei Jahrzehnten

Insgesamt sechs Mitglieder der Freiburger Peru-Gruppe – darunter Pfarrer Joachim Koffler – machten sich auf den Weg, um mit den "Hermanos" (Spanisch für "Brüder", auch im christlichen Sinn) den runden Geburtstag der Partnerschaft zu feiern. Es war der insgesamt vierte Besuch in Chorrillos (Stadtteil der peruanischen Hauptstadt Lima) in den drei Jahrzehnten. Auch diesmal trugen die Teilnehmer alle Kosten selbst.

Als Gastgeschenk überbrachte die Gruppe eine 3000-Euro-Spende, die beim Festgottesdienst mit dem Pfarrer der Pfarrei San Pedro, Pater Max Alvarez, in Form eines symbolischen Schecks übergeben wurde. Dank jahrelanger engagierter Spender und der Erlöse aus verschiedenen Aktivitäten könne die Peru-Gruppe aus dem Freiburger Westen zum Beispiel seit langem die Suppenküche "Buen Pastor" der Pfarrei für besonders Bedürftige sowie das Krankenhaus "San Francisco de Ásis" finanziell unterstützen, berichtet Franz Ehret, eines der Mitglieder der Gruppe und Teilnehmer der Reise.

3000-Euro-Spende als Gastgeschenk

Beim jetzigen Besuch habe man in der Klinik unter anderem das schon vor mehreren Jahren beschaffte neue Ultraschallgerät sowie den 2017 gespendeten modernen Operationstisch vorgeführt bekommen. Die Verwaltungsleiterin des Krankenhauses, Mercedes Munive, habe berichtet, das in den vergangenen beiden Jahren bereits sehr viele Operationen auf dem Tisch ausgeführt werden konnten.

In Lima besuchte die Gruppe aus Deutschland auch das Behindertenzentrum "Yancana Huasy" für Kinder und Jugendliche, das 2019 das Projekt der Sternsinger-Aktion war. Nach den Feierlichkeiten und Kontakten in Chorrillos folgte zudem eine Reise durch das Land, die unter anderem in die Anden mit ihren vielen 6000er-Gipfeln, in die Cordillera Negra ("schwarze Gebirgskette"), zu den Überresten der mehr als 3000 Jahre zurückreichen Chavin-Kultur und zur Inselgruppe "Islas Ballestas" im Pazifik führte. Station gemacht wurde auch in Trujillo, der Stadt des immerwährenden Frühlings, von wo aus weitere Ausflüge zu historisch bedeutsamen Orten unternommen wurden. Dort waren die Teilnehmer privat untergebracht, ansonsten logierten sie in Hotels.