Gemeinderat segnet Kita-Schlussrechnung ab

Rolf Reißmann

Von Rolf Reißmann

Fr, 24. Juli 2020

Grenzach-Wyhlen

Knapp 500 000 Euro hat die Einrichtung mehr gekostet als geplant.

Die geplanten Kosten für den Bau des Kindergartens Löwenzahn wurden um 447 000 Euro überschritten. Der Gemeinderat bewertete den Gesamtbetrag dennoch als angemessen.

In der jüngsten Sitzung des Gremiums trug Brigitte Feuerer die gesamte Kostenrechnung vor. Bereits zu Beginn des Baus setzte das Bauamt mit Zustimmung des Gemeinderates die Freiburger Projektmanagement-Firma Drees & Sommer für die Kostenkontrolle ein. Dieses Verfahren der neutralen Überwachung, so schätzte es auch Bürgermeister Tobias Benz ein, hat sich bewährt. Regelmäßig stellten die externen Überwacher die Kostenentwicklung vor und wiesen auf Abweichungen hin. Aus mehreren Berechnungen wurde im Juni 2018 eine Prognose für 5,45 Millionen Euro Gesamtkosten aufgestellt. Brigitte Feuerer wies dann auf die Kostenentwicklung durch Preissteigerungen hin. Außerdem kam es zu kleineren Projektänderungen. Diese seien zum Teil baubedingt gewesen, so wie das bei allen derartigen Vorhaben eintrete. Auch kamen Nachplanungen hinzu, zum Beispiel für die öffentliche Toilette. "Es wäre auch unklug, solche Ergänzungen und Anpassungen nicht vorzunehmen, weil sie an laufende Projekte angefügt stets preiswerter sind, als wenn man sie später separat baut", erklärte sie. Alle im Bauverlauf festgestellten Ergänzungen seien technisch unverzichtbar gewesen. Bereits im November 2018 wurden dann 5,87 Millionen errechnet.

Alle Rechnungen sind beglichen

Bei der Ausstattung konnten durch Einsatz kostengünstigerer Materialien und sparsamerer Verfahren deutliche Einsparungen erreicht werden. Insgesamt, so beschrieb die Überwacherin, lag am Ende der Gesamtbetrag 447 000 Euro über dem zuerst erstellte Kostenrahmen, aber immer noch deutlich unter dem im Herbst 2018 errechneten Budget von 5,87 Millionen Euro. Ralf Blubacher bezeichnete den Kindergarten als sehenswertes "Prinzesschen" mit marginalen Kostenänderungen. Der nachträglich festgestellte Mehraufwand sei unverzichtbar und unvermeidbar gewesen. Wenn man den Preissteigerungsindex von zehn Prozent ansetze, liege auch dieser Neubau voll im Kostenrahmen. "Hätten wir die ursprüngliche Planung belassen und keine der möglichen Einsparungen vorgenommen, würden wir heute über ganz andere Überziehungen reden", meinte er. Auch Bauamtsleiterin Sabine Schneider sprach von einem gut nutzbaren Konzept, das bei diesem Bauablauf durchgesetzt wurde. Inzwischen wurden von den ausführenden Firmen alle Rechnungen eingereicht, alle sind beglichen.