Die Neuerfindung des Todes

Michael Brendler

Von Michael Brendler

Mo, 10. September 2012

Gesundheit & Ernährung

Seit 44 Jahren gilt auch ein noch schwitzender Patient als gestorben. Aber kann man der Diagnose Hirntod wirklich trauen? .

Zumindest für Paolo Bavastro ist die Sache klar: Als Chef der Inneren Abteilung der Filderklinik bei Stuttgart hat er einst selbst eine hirntote Patientin behandelt, hat ein Kind in dem Leib der leblosen Frau wachsen und zur Welt kommen sehen. Und ist spätestens seitdem überzeugt: Der Begriff Hirntod ist eine "arglistige Täuschung". "Wir konnten wahrnehmen", so erzählte Bavastro dem Deutschlandfunk, "dass ihr Herz schlägt, dass sie Ausscheidungen hat, dass sie schwitzt". Er habe damals "täglich am Krankenbett erlebt", dass dort ein "lebendiger Mensch" liegt, "schwerstkrank, aber lebendig".

Nun sollte man wissen, dass Bavastro kein frisch bekehrter schulmedizinischer Saulus, sondern schon vor dem einschneidenden Erlebnis ein anthroposophischer Arzt in einer anthroposophischen Klinik war. Ein Mediziner, den der Stammvater der ...

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