Nichts zu reißen

Susanne Donner

Von Susanne Donner

Mi, 28. Dezember 2011

Gesundheit & Ernährung

Das Jungfernhäutchen? Existierte nie. Trotzdem bleibt das Hymen für viele Frauen ein heikler Mythos.

Rein und tugendhaft gebar die Jungfrau Maria ihren Sohn in Bethlehem. Mit ihrem Mann Josef soll sie nie geschlafen haben. Für viele Christen steht völlig außer Frage: Nur eine Unberührte kann Mutter Jesu sein. Spätestens seit dessen Geburt kommt der Jungfrau im Christentum ein besonderer Status zu. Weil dasselbe aber auch für viele andere Religionen gilt, liegt allerdings eine andere Deutung näher: Schon für die Zeitgenossen Jesu kam etwas anderes als eine unbefleckte Empfängnis und Jungfrauengeburt für einen Gottessohn überhaupt nicht in Frage.

Selbst heute gilt oft noch: Unberührt soll die Frau in die Ehe gehen. Zum Beweis zeigen manche Paare nach der Hochzeitsnacht noch immer ein mit Blut beflecktes Laken vor, ein Dokument der Unschuld: Denn die Frau trägt nach verbreiteter Vorstellung ein biologisches Siegel, das mit dem ersten Geschlechtsverkehr unter Blut und Schmerzen gebrochen wird, als Strafe und Stigma zugleich. Das Jungfernhäutchen, Hymen genannt, gilt als Wächter der Jungfräulichkeit.
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