Ginn, ganz trocken

Heinz Wittmann

Von Heinz Wittmann

Mo, 13. September 2021

Schwenningen Wild Wings

Bremerhavens Torjäger lässt Wild Wings nur einen Zähler.

Die Schwenninger Wild Wings unterlagen zum Saisonstart vor 3356 Zuschauern in der Helios-Arena den Fischtown Pinguins Bremerhaven mit 3:4 (0:1, 3:2, 0:0, 0:1) nach Verlängerung. Von den sehr gut besuchten Stehrängen kam lautstarke Anfeuerung für die Mannschaft. Die tat sich freilich schwer, ins Spiel zu finden. Travis Turnbull passte auf Patrik Lundh, Pinguins-Torwart Brandon Maxwell war aber zur Stelle. Auf der anderen Seite blieb SERC-Goalie Joacim Eriksson gegen Jan Urbas Sieger. Auch in Überzahl kamen die Schwenninger nicht richtig zum Abschluss, Tyson Spink und Ken André Olimb vergaben. Besser machte es der Führende der Gruppe A in der Champions League. Ziga Jeglic traf auf Pass von Urbas zum 0:1 (14.).

Die Bremerhavener wirkten im ersten Drittel spritziger und eingespielter als die Schwenninger. Indes, gerade mal 68 Sekunden waren im Mitteldrittel um, da glichen die Schwäne aus. Tyson Spink überwand Maxwell. David Cerny vergab dann zwei gute Einschussmöglichkeiten für die Gastgeber. In der 29. Minute agierten die Neckarstädter in Überzahl. Doch John Ramage verteidigte schlecht, Ross Mauermann traf aus kurzer Entfernung zum 2:1 für die Gäste. Auf dem Eis ging es nun teils richtig ruppig zu. In der 37. Minute traf Stanislav Dietz zum 3:1 für Bremerhaven. Doch mit zwei schnellen Toren schafften die Wild Wings noch vor der Drittelpause den Ausgleich. Zunächst traf Eigengewächs Cerny. Dann Überzahlspiel für Schwenningen, Max Görtz, Neuzugang von den Grizzlys Wolfsburg, packte seinen knallharten Schlagschuss aus, Maxwell war nicht auf der Höhe und es hieß 3:3. Im Schlussdrittel lief Verlic einen Break, Eriksson reagierte aber bravourös. Schwenningen machte in der Schlussphase Druck, wollte den Dreier. Die Fans hatten den Torschrei schon auf den Lippen, Oimb und Colby Robak brachten die Scheibe aber nicht unter über die Torlinie. Es ging in die Verlängerung. 37 Sekunden standen noch auf der Uhr, da machte Tye McGinn mit dem 4:3 den Gästesieg perfekt. Die SERC-Fans feierten dennoch ihr Team.

Tore: 0:1 (14.) Jeglic (Urbas), 1:1 (22.) Tyson Spink (Görtz, Huß), 1:2 (29.) Mauermann, 1:3 (37.) Dietz (Mauermann), 2:3 (38.) Cerny (Spornberger), 3:3 (40.) Görtz (Tyson Spink, Robak), 3:4 (65.) McGinn. Zuschauer: 3356.