Grabsteine neben der Kirche gesegnet

fki

Von fki

Mi, 14. Oktober 2020

Ehrenkirchen

Gedenken an Hermann und Alois Stiefvater in Ehrenkirchen .

Kirchhofen war für Alois und Hermann Stiefvater Heimat. Dort wurden sie geboren, feierten 1930 gemeinsam im Dorf ihre Primiz und arbeiteten danach in verschiedenen Gemeinden in Baden-Württemberg. Auf dem Friedhof von Kirchhofen waren sie begraben. Jetzt wurden ihre Grabsteine neben der alten Kaplanei bei der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt aufgestellt. Mehr als 90 Jahre nach der Primizfeier von Alois und Hermann Stiefvater am 23. März 1930 in Kirchhofen hat Pfarrer Lukas Wehrle nun die Grabsteine beider Geistlicher gesegnet.

Alois Stiefvater (1905 bis 1986) ist Ehrenbürger der Gemeinde Ehrenkirchen und Namensgeber des örtlichen Pflegeheims Prälat-Stiefvater-Haus. Er studierte Theologie und beschrieb in seinem Buch "Unsere Kindheit im Winkel" seine Einstellung: "Ich bin bereit, mich mit ganzer Kraft zur Verfügung zu stellen und mein Leben für die Kirche und die Welt einzusetzen." Nach der Priesterweihe war Alois Stiefvater als Vikar in Heidelberg-Ziegelhausen, Rastatt, Offenburg, Waldshut und St. Blasien eingesetzt. 1946 gründete er das Katholische Männerwerk, 1962 das Katholische Bildungswerk der Erzdiözese Freiburg, und mit dem ersten Vortrag in Kirchhofen "Eroberung des Weltalls" wagte man sich damals schon an Zukunftsthemen heran. 1965 hat ihn seine Heimatgemeinde Kirchhofen zum Ehrenbürger ernannt. Alois Stiefvater arbeitete mehr als 50 Jahre im Dienste der Kirche. 1984 erlitt er einen Schlaganfall und konnte sich seitdem nicht mehr sprachlich mitteilen. Er starb am 4. März 1986 in Freiburg.

Hermann Stiefvater (1904 bis 1995) war der Cousin von Alois Stiefvater. Ihre beiden Väter waren Brüder. Neun Jahre nach der Primiz übernahm er 1939 die Pfarrei Inzlingen bei Lörrach, wo er Ehrenbürger wurde. 1989 veröffentlichte er das "Heimatbuch Inzlingen".