Grobert-Prozess verschoben

Uwe Rogowski

Von Uwe Rogowski

Do, 01. Oktober 2020

Mountainbike

Ex-Mountainbikerin wegen Selbstdopings vor Gericht.

Der Strafprozess gegen die zurückgetretene Mountainbikerin Helen Grobert (Remetschwiel/Freiburg) wegen unerlaubten Selbstdopings wird später verhandelt. Am Dienstag wurde die Hauptverhandlung beim Amtsgericht Waldshut-Tiengen auf den 2. Dezember verlegt, weil die entsprechenden Unterlagen der Nationalen Doping-Agentur (Nada) zu spät eingegangen seien. Dem Freiburger Strafrechtsexperten Ferdinand Gillmeister, Groberts Verteidiger, hätten Aktenteile nicht vorgelegen, sagte er der BZ. Am 2. Dezember soll auch Groberts Arzt Simon Feldhaus geladen sein, gegen den die Nada in einem anderen Verfahren ermittelt.

Trotz Verlegung dauerte der Prozessauftakt mit vier Zeugen mehr als drei Stunden, Staatsanwalt Stefan Fuchs verlas die Grobert vorgeworfenen 21 Fälle von Selbstdoping. Dabei wurde nun auch offiziell der Tatvorwurf einer Ozon-Therapie bekannt. Grobert war anwesend, verweigerte aber die Aussage. Die 28-Jährige wurde im März rückwirkend für vier Jahre bis zum 23. März 2022 gesperrt. Bei der Olympiateilnehmerin von 2016 war am 15. November 2017 Testosteron in einer Urinprobe gefunden worden, es wurde zudem der Tatvorwurf "unerlaubter Besitz von Dopingmitteln" erhoben.